Achtung

Deshalb solltest du im Herbst und Winter besser keinen Schal tragen

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Wenn der kalte Wind pfeift, kuscheln wir uns gerne in einen großen Schal. Doch was uns vor Frost und Kälte schützen soll, kann sich überraschend schnell als ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko entpuppen.
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Haube, Schal und Handschuhe: In der kalten Jahreszeit tragen wir diese Accessoires nahezu täglich. Besonders während der Erkältungssaison möchten wir uns vor der Kälte schützen und hüllen uns warm ein. Doch genau diese wohlige Schicht kann zum Risiko für unsere Gesundheit werden.

Das Keim-Paradies vor deiner Nase

Sinken die Temperaturen und pfeift der kalte Wind, ziehen wir den Schal schnell über Mund und Nase. Doch genau das kann zum Problem werden: Mit jedem Atemzug, Husten oder Niesen gelangen warme, feuchte Luft und kleinste Tröpfchen direkt ins Gewebe.

Für Viren, Bakterien und Pilzsporen gibt es keinen besseren Nährboden. Sie nisten sich im Stoff ein, vermehren sich durch die Feuchtigkeit deines Atems und warten nur darauf, bei deinem nächsten Atemzug direkt zurück in deine Atemwege zu wandern.

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Die Virenschleuder im Alltag

Du trägst den Schal in der voll besetzten U-Bahn, legst ihn im Büro über den Stuhl, drückst ihn im Wartezimmer beim Arzt an dich oder lässt ihn im Café vielleicht sogar kurz auf den Tisch oder den Boden rutschen.

In öffentlichen Verkehrsmitteln oder Restaurants kommt das Stück Stoff ständig mit kontaminierten Oberflächen in Berührung. Überall lauert ein unsichtbarer Cocktail aus Keimen, den dein Schal aufsaugt wie ein Schwamm. Später wickelst du dir all diese gesammelten Krankheitserreger wieder genüsslich direkt ans Gesicht. Experten warnen, dass Textilien, die so nah an den Schleimhäuten getragen werden, ein extrem hohes Ansteckungsrisiko für Grippe, Erkältungen und sogar Magen-Darm-Infektionen bergen.

So oft solltest du den Schal waschen

Hand aufs Herz: Wie oft wäschst du deinen Schal? Während Socken und T-Shirts nach einmaligem Tragen in der Maschine landen, fristen Schals oft ein ungewaschenes Dasein am Garderobenhaken, nicht selten den kompletten Winter lang.

Die Folge ist nicht nur ein stark erhöhtes Krankheitsrisiko. Auch in puncto Beauty schadet dir das Accessoire enorm: Die Reibung des schmutzigen Stoffs auf der empfindlichen Gesichtshaut führt schnell zu Unreinheiten, Pickeln und schmerzhaften Irritationen, die von Dermatologen oft als "Schal-Akne" bezeichnet werden. Schweiß, Make-up-Reste, Speicheltropfen, Hautschuppen und Essensreste tun hier ihr Übriges, um die unappetitliche Bakterienparty im Stoff am Leben zu halten.

Was tun, um nicht zu frieren?

Solltest du jetzt komplett ungeschützt in die Kälte stürmen? Nicht zwingend. Aber Rollkragenpullover oder Winterjacken mit hoch geschnittenem Kragen sind definitiv die hygienischere Alternative. Sie werden seltener über den Mund gezogen und kommen im Alltag nicht so oft mit verschmutzten Oberflächen in Berührung.

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Wer auf seinen geliebten Wollschal nicht verzichten möchte, sollte ihn regelmäßig waschen. Experten raten dazu, den Schal (auch wenn man gesund ist) mindestens alle zwei bis drei Wochen gründlich zu waschen, nach einer Atemwegs- oder Magen-Darm-Erkrankung sogar sofort. Ideal ist es zudem, mehrere Schals zu besitzen und diese im Wechsel zu tragen, damit der Stoff dazwischen immer komplett auslüften und durchtrocknen kann.