Ein Abstrich für Roman

Die ganze Feuerwehr kämpft für Kameraden Roman

© Wolfgang Zarl
Was am 8. August in Kollmitzberg als Fest der Kraft beginnt, entwickelt sich zu einer Welle der Solidarität, die weit über den Bezirk Amstetten hinausreicht. Im Mittelpunkt steht Roman K., ein Feuerwehrkamerad aus Korneuburg, dessen Leben von einer passenden Stammzellspende abhängt.
Zur Vollversion des Artikels

Roman K. möchte unbedingt seine Privatsphäre wahren, auch für seine Familie. Wegen seiner Erkrankung befindet er sich derzeit im Krankenhaus.

Hoffnung aus Herzogbirbaum

Auch Peter Gamsjäger, Feuerwehrkommandant von Herzogbirbaum, ist fest entschlossen, zu helfen. Gemeinsam mit seinen Kameraden nimmt er an den Zillenbewerben in Ardagger am 8. August, oe24 berichtete, teil, wo parallel zum sportlichen Wettkampf eine Stammzellen-Registrierungsaktion läuft. Gegenüber oe24 bringt Gamsjäger es auf den Punkt: „Man sieht: Die Feuerwehr ist nicht nur eine großartige Gemeinschaft – wir geben auch wirklich alles, wenn es um die Lebensrettung geht."

Jetzt gilt es, Roman K. zu helfen. Jenem Mann, der selbst so oft für andere im Einsatz war. © Wolfgang Zarl

Zweite Chance in Korneuburg

Wer den Termin in Kollmitzberg verpasst, bekommt eine weitere Gelegenheit: Am 14. August organisiert Gamsjäger im Feuerwehrhaus Korneuburg eine eigene Typisierungsaktion. Ein einfacher Wangenabstrich genügt, um sich als potenzieller Lebensretter registrieren zu lassen – und damit vielleicht genau jenem Mann zu helfen, der selbst so oft für andere im Einsatz war.

Was ist eine Typisierungs-Aktion?

Bei einer Typisierungs-Aktion wird mittels eines einfachen Wangenabstrichs eine Speichelprobe entnommen, aus der die Gewebemerkmale bestimmt und anschließend in die zentrale Stammzellspenderdatei aufgenommen werden, um im Bedarfsfall mit erkrankten Patienten abgeglichen zu werden. Die Feuerwehrkameraden von Roman K. laden Freunde und Bekannte und potenzielle Wohltäter zur Typisierungs-Aktion am 8. August in Ardagger ein, Hilfswillige aus der Region rund um Korneuburg sind auch herzlich eingeladen, am 14. August im FF Korneuburg einen Wangenabstrich abzugeben. Schließlich geht es um die Rettung ihres Kameraden Roman K.

Fazit: Zwischen Zillenrennen und Krankenbett spannt sich eine Geschichte der Kameradschaft, die zeigt: Manchmal entscheidet ein Wattestäbchen über ein ganzes Leben.