Neue Studie

DIESE Superkraft der Haie überrascht Forscher

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Haie verlassen sich bei der Jagd nicht nur auf ihren Geruchssinn und ihre Fähigkeit, elektrische Felder wahrzunehmen. Auch ihr Gehör ist erstaunlich leistungsfähig. Eine neue Studie zeigt, dass Schwarzspitzenhaie Geräusche unter Wasser aus bis zu 74 Metern Entfernung wahrnehmen können.
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Für die Untersuchung beobachteten Wissenschaftler der Florida Atlantic University freischwimmende Schwarzspitzenhaie vor der Küste Floridas. Mit Unterwasserlautsprechern spielten sie verschiedene tiefe Töne ab, während Drohnen das Verhalten der Tiere aus der Luft aufzeichneten.

Das Ergebnis: Einige Haie reagierten deutlich auf die Geräusche und drehten teilweise um bis zu 160 Grad ab. Besonders empfindlich waren sie gegenüber Frequenzen zwischen 100 und 400 Hertz. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal "Integrative Organismal Biology" veröffentlicht.

Wie funktioniert das Gehör der Haie?

Haie haben keine äußerlich sichtbaren Ohren wie Menschen. Ihr Innenohr liegt geschützt im Schädel und nimmt Schwingungen im Wasser wahr. Anders als viele Knochenfische besitzen sie keine gasgefüllte Schwimmblase, die bei der Wahrnehmung von Schalldruck eine Rolle spielen kann.

Trotzdem können die Tiere Geräusche über erstaunliche Distanzen registrieren. Die Forscher vermuten, dass spezielle Sinneszellen im Innenohr selbst kleinste Bewegungen von Wasserteilchen wahrnehmen.

Was bedeutet das für den Meeresschutz?

Geräusche könnten Haien dabei helfen, ihre Umgebung einzuschätzen und auf mögliche Beutetiere oder Gefahren zu reagieren. Gleichzeitig nimmt der Unterwasserlärm durch Schiffe und andere menschliche Aktivitäten zu.

Welche Folgen diese zusätzliche Geräuschkulisse für die Tiere hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Studie zeigt jedoch, dass das Gehör für Haie eine wichtige Rolle spielt und bei der Erforschung und dem Schutz der Meeresbewohner stärker berücksichtigt werden sollte.