Gefahr im Wald

DIESER Parasit beißt sich im Kopf fest

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Im Herbst droht bei Waldspaziergängen Gefahr durch die Hirschlausfliege. Das kleine Insekt krabbelt blitzschnell durch die Haare und beißt sich fest.
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Der gewohnte Gang durch den herbstlichen Wald birgt derzeit eine unterschätzte Gefahr. Was sich zunächst wie eine gewöhnliche Fliege anfühlt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen oft als aggressiver Blutsauger. Die Hirschlausfliege breitet sich aktuell wieder verstärkt aus und nutzt die Gunst der Stunde.

Verwechslung mit normalen Fliegen

Die Hirschlausfliege gehört zur Familie der Lausfliegen und wird im Volksmund oft als fliegende Zecke bezeichnet. Laut dem Umweltbundesamt erreicht sie eine Körpergröße von lediglich drei bis vier Millimetern. Sobald sie einen passenden Wirt erreicht hat, wirft sie ihre Flügel ab. Anschließend bewegt sie sich rasend schnell durch Haare oder Fell, um sich gezielt festzubeißen und Blut zu saugen.

Betroffene Personen und Tiere

Nach Angaben der Tierarztpraxis Vet-Team Pottenstein erstreckt sich die Hauptsaison des Parasiten von August bis Oktober. Gefährdet sind nicht nur Spaziergänger im Wald, sondern auch Personen, die an Waldrändern im Garten arbeiten, Holz stapeln oder den Rasen mähen. Tiere wie Hunde und Pferde reagieren oft extrem empfindlich auf das Herannahen des Insekts und zeigen mitunter panische Reaktionen.

Mögliche Folgen nach Bissen

In den meisten Fällen verläuft der Kontakt für Menschen ohne schwerwiegende Folgen. Wie Parasitologin Dr. Lidia Chitimia-Dobler gegenüber der Apotheken Umschau betont, ist der Parasit für den Menschen im Regelfall nicht gefährlich. Allerdings kann das Insekt das Bakterium Bartonella schoenbuchensis übertragen, welches in seltenen Fällen Hautentzündungen bewirkt. Sollten Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen auftreten oder die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten, wird ein Arztbesuch empfohlen.