US-Open

Zverev und Shelton im Finale!

Alexander Zverev
© Getty
Sensations-Match im Arthur Ashe Stadium in New York am Sonntag: Alexander Zverev, der topgesetzte French-Open-Sieger, trifft auf Ben Shelton, den 23-jährigen Linkshänder, der Amerikas lange Durststrecke beenden will. Seit Andy Roddick 2003 hat kein US-Mann ein Grand-Slam-Einzel gewonnen.
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Zuerst räumte Alexander Zverev am Freitag Karen Chatschanow aus dem Weg: 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6). Zwei enge Tiebreaks, ein 34-Ball-Rallye zum Satzgewinn – der Deutsche blieb nach den Fünfsatzkämpfen der ersten Runden in der zweiten Woche ohne Satzverlust. Es ist sein drittes Grand-Slam-Finale in Folge nach Paris und Wimbledon, sein zweites in New York nach der schmerzhaften Niederlage gegen Dominic Thiem 2020. "Manchmal nehmen die Sachen einfach ihren Lauf", sagte der 29-jährige Deutsche. Ein Sieg brächte 5,5 Millionen Dollar und den ersten deutschen US-Open-Titel seit Boris Becker 1989.

Später folgte das All-American-Halbfinale. Shelton verlor den ersten Satz gegen Frances Tiafoe 4:6, drehte dann mit harter erster Aufschlaglinie und Tempo 6:3, 6:3, 7:5. Im vierten Satz gab es Streit um einen verzögerten Aufschlag, Tiafoe beendete das Match mit einem Doppelfehler. Zuvor hatte Shelton Titelverteidiger Carlos Alcaraz in fünf Sätzen bis 3:33 Uhr morgens bezwungen. Vor Stars wie Serena Williams und Ben Stiller rief er die Heimatfans für Sonntag: "Lasst uns dies für die USA tun." Am 25. Jahrestag des 11. September gedachte er der Opfer und seiner verstorbenen Großmutter.

Entscheidung am Sonntag

Die Historie spricht klar für Zverev: fünf Siege in fünf Duellen, nur ein Satz abgegeben, zuletzt bei den ATP Finals. Shelton muss den amerikanischen Traum gegen einen Mann erzwingen, der 2026 schon 52 Tour-Siege gesammelt hat. New York hat die Bühne. Sonntag fällt die Entscheidung.

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