3-Minuten-Regel

Dieser simple Handgriff im Bad schützt Sie vor schweren Krankheiten

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Legionellen-Alarm: Wie die eigene Dusche zur Bakterien-Falle wird.
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Wien. Eine Reihe aktueller Erkrankungsfälle hat das Thema Legionellen in den Fokus gerückt. Wer Übertragungswege und Warnzeichen kennt, kann das eigene Risiko reduzieren, hieß es am Mittwoch von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Gerade jetzt nach dem Urlaub gilt: Wasserleitungen heiß durchspülen. Werden Leitungen über längere Zeit nicht benutzt, kann stehendes und warmes Wasser die Vermehrung von Legionellen begünstigen.

"Nach einem Urlaub sollten ungenutzte Leitungen vor dem ersten Duschen drei bis fünf Minuten mit heißem Wasser durchgespült und der Raum anschließend gut gelüftet werden. Wichtig ist außerdem eine ausreichend hohe Warmwassertemperatur", sagte ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter. Als Richtwert sollte der Boiler auf mindestens 60 Grad Celsius eingestellt sein.

Eine Infektion mit Legionellen kann die sogenannte Legionärskrankheit auslösen - eine bakterielle Lungenentzündung, die mit hohem Fieber, Husten und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl einhergehen kann. Schwere Verläufe sind laut Krauter vor allem bei Seniorinnen und Senioren, Raucherinnen und Rauchern sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen möglich.

Trinken kein Gesundheitsrisiko

Die Bakterien kommen natürlicherweise im Wasser vor. Besonders gut vermehren sie sich in stehendem Wasser mit etwa 25 bis 45 Grad Celsius. Gefährlich werden sie, wenn belastetes Wasser als feiner Sprühnebel - sogenanntes Aerosol - eingeatmet wird. Das kann beim Duschen, in Whirlpools oder durch technische Anlagen wie Kühltürme geschehen. "Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser stellt in der Regel kein Gesundheitsrisiko dar: Die Bakterien werden durch die Magensäure abgetötet. Auch von Mensch zu Mensch werden Legionellen nicht übertragen", erläuterte Krauter.

Bei starken Beschwerden oder Atemnot sollte rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Erste Anlaufstelle sind Hausärzte und Hausärztinnen sowie die Gesundheitsberatung 1450 für eine telefonische Einschätzung. Festgestellt wird die Infektion durch Laboruntersuchungen. Bei mehreren Erkrankungsfällen beginnt außerdem die Suche nach einer möglichen gemeinsamen Infektionsquelle.