Hype ungebrochen

Dieses beliebte Reiseziel wird immer teurer – trotzdem wollen alle hin

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Übernachtungssteuern steigen, die Ausreisesteuer wurde verdreifacht und in beliebten Städten werden Urlauber stärker zur Kasse gebeten. Trotzdem steht dieses Land 2026 erneut ganz oben auf der Wunschliste vieler Reisender.
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Urlaub in diesem Land wird zunehmend teurer. Gerade in beliebten Regionen werden die Kosten für Reisende angehoben - unter anderem, um die Folgen des Massentourismus abzufedern. Trotzdem bleibt das Land eines der begehrtesten Reiseziele der Welt. Eine aktuelle Studie von Klook zeigt sogar: 2026 steht das Land erneut an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. In der Befragung von 11.000 Reisenden aus 20 Märkten nannten 20 Prozent das Land als Reiseziel, das sie 2026 unbedingt besuchen möchten. Die Rede ist von Japan.

Urlauber müssen tiefer in die Tasche greifen

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Kyoto. Die Stadt hat ihre Übernachtungssteuer mit März 2026 neu gestaffelt. Die Höhe richtet sich nach dem Preis der Unterkunft. Bei besonders teuren Übernachtungen können inzwischen bis zu 10.000 Yen, umgerechnet rund 56 Euro, pro Person und Nacht anfallen. Das gilt allerdings erst bei einem Übernachtungspreis von mindestens 100.000 Yen pro Person und Nacht. Bei günstigeren Unterkünften fällt die Steuer entsprechend niedriger aus.

Auch bei der Ausreise müssen Touristen mehr bezahlen: Die japanische Ausreisesteuer wurde im Juli 2026 von 1.000 auf 3.000 Yen erhöht. Das entspricht aktuell etwa 5,60 beziehungsweise 16,80 Euro pro Person. Die Abgabe wird üblicherweise direkt über das Flugticket eingehoben.

2025 knackte Japan einen Besucherrekord

Schneebedeckter Fuji mit traditionellem japanischen Tempel im Vordergrund bei klarem Himmel. © Getty Images

Und trotzdem reißt der Touristenstrom nicht ab. 2025 kamen 42,68 Millionen internationale Besucher nach Japan, so viele wie noch nie zuvor. Damit überschritt das Land erstmals die Marke von 40 Millionen internationalen Gästen. Für 2026 lässt sich allerdings noch kein neuer Besucherrekord vermelden. Bis Ende August lagen die internationalen Ankünfte rund 2,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Japan bleibt also extrem beliebt, aber die Zahlen wachsen derzeit nicht einfach ungebremst weiter.

Warum ist Japan trotz der Kosten so beliebt?

Japanisches Schloss in Hirosaki, umgeben von blühenden Kirschbäumen und Wassergraben.. © Getty Images

Japan verbindet für viele Reisende Dinge, die es in dieser Kombination kaum anderswo gibt: Tokio und seine Popkultur, traditionelle Tempel, Onsen, japanische Küche, Natur, Hightech und eine völlig andere Alltagskultur. Gleichzeitig versucht das Land zunehmend, Besucherströme besser zu verteilen. Denn gerade beliebte Orte wie Kyoto kämpfen mit den Folgen des Massentourismus. Höhere Abgaben sollen dabei unter anderem helfen, die Infrastruktur und Maßnahmen gegen Overtourism zu finanzieren.

Teurer wird die Reise also tatsächlich, die Lust auf Japan scheint das bislang aber nicht grundsätzlich zu bremsen.