Klarheit gefordert

Diskussionen um Skigebiet Kasberg gehen weiter

© Team Fotokerschi
Die Zukunft des Kasbergs bleibt Gegenstand intensiver Gespräche. Die Betreiber verlangen verbindliche Zusagen für Investitionen und den langfristigen Skibetrieb. Das Land sieht die geplante Übernahme hingegen bereits weit fortgeschritten.
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Gmunden. Die Zukunft des Skigebiets Kasberg in Grünau im Almtal bleibt offen. Die Betreiber fordern vom Land Oberösterreich verbindliche Zusagen für notwendige Investitionen und den langfristigen Weiterbetrieb. Ohne entsprechende Vereinbarungen könnte die geplante Übernahme aus ihrer Sicht scheitern. Das Land widerspricht dieser Darstellung und betont, dass die Gespräche weit fortgeschritten seien.

Zu den zentralen Forderungen der Betreiber zählen eine moderne Beschneiungsanlage sowie der Erhalt der bestehenden Gruppenumlaufbahn oder der Bau einer Ersatzbahn. Eine Gruppenumlaufbahn ist eine Seilbahn, bei der mehrere Gondeln in Gruppen hintereinander am Seil befestigt sind. Mit diesen Investitionen könnte der Skibetrieb nach Einschätzung der Verantwortlichen zumindest bis 2040 abgesichert werden.

Die Fördergenossenschaft "lebenswertes Almtal" verweist zudem auf bereits getätigte Investitionen. Rund 500.000 Euro seien in die Sicherung der kommenden Skisaisonen geflossen. Finanziert wurden unter anderem Arbeiten an Lift- und Bahntrassen, ein neues Kassensystem und ein neues Skidoo.

Betreiber fordern verbindliche Garantien

Ende Februar hatte das Land Oberösterreich angekündigt, den Kasberg retten zu wollen. Die Oberösterreichische Seilbahnholding sollte Gespräche über eine mögliche Übernahme führen. Die derzeitigen Betreiber zeigen sich grundsätzlich bereit, den Betrieb beziehungsweise die Gesellschaftsanteile um einen symbolischen Euro an das Land abzugeben.

Voraussetzung dafür seien jedoch verbindliche Vereinbarungen über die weitere Zukunft des Skigebiets. Die Betreiber betonen, dass die vergangenen drei Wintersaisonen ohne öffentliche Förderungen und mit Unterstützung aus der Region abgesichert worden seien.

Offen ist auch die weitere Entwicklung des Sommerbetriebs. Zuletzt wurden statt eines angekündigten Sommerangebots lediglich notwendige Instandhaltungsarbeiten an der Bahn durchgeführt. Dafür stellte das Land 1,1 Millionen Euro bereit. Auch die Aufnahme des Kasbergs in die Oberösterreichische Seilbahnholding war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fix. Notwendig sind unter anderem Vereinbarungen mit den Grundeigentümern.

Land sieht Gespräche vor Abschluss

Das Land Oberösterreich weist die Darstellung zurück, wonach die Übernahme unmittelbar vor dem Scheitern stehe. Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) erklärt, dass die Gespräche konstruktiv geführt würden und bereits weit fortgeschritten seien.

Ziel des Landes bleibe eine nachhaltige Lösung für den Kasberg und die Sicherung des Skibetriebs für Familien, Kinder und Vereine in der Region. Der Übernahmeprozess durch die Oberösterreichische Seilbahnholding stehe laut Land kurz vor dem Abschluss. Die Gespräche seien nicht abgebrochen worden. Weiter gearbeitet werde an den Voraussetzungen für eine Übernahme und einen langfristig tragfähigen Betrieb.