Dass berühmte Namen Türen öffnen können, ist längst kein Geheimnis mehr. Jetzt scheint dieses Prinzip auch für die vierbeinigen Familienmitglieder zu gelten. Nepo Dogs sind die neuen Nepo Babys und haben offenbar ebenfalls ziemlich gute Kontakte in die Modewelt. Denn Vogue hat wieder "Dogue" veröffentlicht, das Hunde-Spin-off des berühmten Modemagazins. Die Idee ist simpel und gleichzeitig ziemlich genial: Die Welt der High Fashion wird auf die Hunde von Prominenten übertragen. Statt Model vor der Kamera steht also der Familienhund im Mittelpunkt, inklusive professionellem Shooting, Styling und Vogue-Inszenierung. Die erste Dogue-Ausgabe sorgte bereits für einen regelrechten Hype. Für die zweite Ausgabe gingen bei einem offenen Cover-Wettbewerb mehr als 56.000 Einsendungen ein. 2026 geht das Format nun in die nächste Runde.
Bad Bunnys Sansa macht auf Vogue-Star
Einer der großen Stars der aktuellen Ausgabe ist Sansa, die vierjährige Beagle-Hündin von Bad Bunny. Für das Shooting wurde ein ganz besonderer Moment inszeniert: Der Musiker sitzt mit seiner Hündin an einem Esstisch, während Sansa genüsslich Spaghetti bekommt. Die Bilder erinnern dabei ziemlich eindeutig an "Susi und Strolch", nur eben in einer ziemlich luxuriösen Vogue-Version. Bad Bunny erzählt, dass er Sansa bereits als Welpen bekommen habe. Ihren Namen verdankt sie seiner Liebe zu "Game of Thrones": Benannt ist sie nach Sansa Stark. Für den Superstar ist sie längst ein vollwertiges Familienmitglied. Er beschreibt sich selbst als strengen, aber liebevollen "Dog Dad", mit dem Sansa auch gerne einfach auf dem Sofa liegt und fernsieht. Dabei ist das Shooting nicht ihr erster Auftritt vor einem Millionenpublikum. Sansa war bereits im Musikvideo zu "Ojitos Lindos" zu sehen. Für ihr Dogue-Debüt musste sie also nicht erst lernen, mit Kameras umzugehen.
Auch Millie Bobby Browns Winnie ist längst ein Star
Für den zweiten großen Promi-Auftritt sorgt Winnie, der sechsjährige Zwergpudel von Stranger Things-Star Millie Bobby Brown. Ihr vollständiger, ziemlich passender Name lautet "Winnie the Poohdle". Für das Shooting posierte sie vor einer auffälligen roten Apfelkulisse und wurde von ihrer Besitzerin begleitet. Auch Winnie ist in der Entertainmentwelt keine Unbekannte. Seit Millie sie 2020 als Welpe adoptierte, war sie mit ihrer Besitzerin immer wieder am Set – unter anderem bei "Stranger Things", "Enola Holmes" und "Damsel". Auch in Presseterminen und sogar in der Tonight Show hatte der kleine Pudel bereits Auftritte.
Doch Winnie ist für Millie nicht nur ein kleiner Instagram-Star. Die Schauspielerin erzählt, dass ihre Hündin ihr auch emotional enorm geholfen habe. Winnie wurde darauf trainiert, bei Angstzuständen eine Form der Tiefendrucktherapie einzusetzen, indem sie ihre Pfoten auf Millies Brust legt. Für die Schauspielerin ist Winnie deshalb weit mehr als ein Haustier: Sie bezeichnet sie als kleines Genie und sagt, dass die Hündin ihr Leben verändert habe.
Was ist "Dogue" eigentlich?
Der Name ist natürlich Programm: Dogue setzt sich aus "dog" und "Vogue" zusammen. Das Konzept wurde ursprünglich als humorvolles Spin-off entwickelt, das die Ästhetik und Mechanismen der Modewelt auf Hunde überträgt. Doch der Erfolg zeigt, dass dahinter längst mehr steckt als ein einmaliger Gag. Die erste Ausgabe entwickelte sich viral, 2025 gingen innerhalb weniger Tage zehntausende Einsendungen für den Cover-Contest ein. Inzwischen gehören neben den prominenten Hunden auch ganz normale Vierbeiner dazu. Vogue widmet sich außerdem Themen wie Hundemode, Adoption, Accessoires und sogar tierfreundlichem Reisen.
Nepo Dogs statt Nepo Babys?
Und genau hier wird es interessant: Während bei Menschen immer wieder darüber diskutiert wird, wie stark berühmte Eltern die Karrieren ihrer Kinder beeinflussen, bekommen jetzt auch die Hunde der Stars ihren ganz eigenen Promi-Status. Sansa hat einen weltberühmten Musiker als Herrchen. Winnie lebt mit einem Hollywood-Star und war bereits an zahlreichen Filmsets. Andere Dogue-Coverstars stammen aus dem Umfeld von Musikern, Schauspielern und anderen Celebrities. Ob die Hunde selbst Talent für die Modewelt haben? Nebensache. Entscheidend ist offenbar, wer sie mitbringt.
Und wann kommt endlich "Cat Vogue"?
Bei so viel Dogue stellt sich natürlich die Frage: Wo bleibt das Katzen-Spin-off? Denn während Hunde inzwischen eigene Vogue-Cover, Castings und Fashion-Strecken bekommen, warten Katzen bislang auf ihr großes Mode-Magazin-Debüt. Ein "Catogue" oder "Vogue Cats" wäre schließlich fast zu logisch: Katzen haben ohnehin den Ruf, den Großteil der Modewelt bereits mühelos zu verkörpern. Vielleicht ist es also nur eine Frage der Zeit, bis aus Nepo Dogs die ersten Nepo Cats werden.