Wegen Trockenheit

Donau-Pegel im Keller:  Schifffahrt stark reduziert

© Getty Images/Westend61
Die anhaltende Trockenheit setzt der Donau in Niederösterreich immer mehr zu und sorgt bereits für spürbare Einschränkungen für Kreuzfahrt- und Frachtschiffe.
Zur Vollversion des Artikels

Normalerweise herrscht in der Wachau im Juli Hochbetrieb auf dem Wasser. Heuer zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Wegen der niedrigen Pegelstände sind deutlich weniger Kreuzfahrt- und Frachtschiffe unterwegs. Zwar bleibt die Donau weiterhin befahrbar und eine behördliche Sperre gibt es derzeit nicht, die Auswirkungen des Niederwassers werden aber immer sichtbarer. Immerhin gibt es für Ausflugsgäste vorerst Entwarnung: Die reguläre Linienschifffahrt fährt weiterhin nach Plan.

Vor allem die Kabinenschifffahrt bekommt die Folgen der Trockenheit zu spüren. Mehrere Reedereien mussten bereits reagieren und ihre Routen an die Lage anpassen. Eingesetzt werden verstärkt Schiffe mit geringerem Tiefgang. Teilweise bleiben die Schiffe länger in Häfen liegen, während Reisende mit Bussen zu Ausflugszielen gebracht werden. Dadurch sind in manchen Wachau-Orten weniger Kreuzfahrtgäste unterwegs als üblich.

Besonders deutlich zeigen sich die Folgen des sinkenden Wasserstands bei den Donau-Fähren. In Weißenkirchen können Autos bereits nicht mehr mit der Rollfähre transportiert werden. In Spitz ist die Situation zwar noch etwas entspannter, doch auch dort könnte ein weiterer Pegelrückgang Einschränkungen nach sich ziehen. Zumindest Fußgänger und Radfahrer können die Donau aktuell weiterhin problemlos queren.