Abstieg ohne Licht

Drei Bergsteiger in der Dunkelheit vom Traunstein geborgen

© Bergrettung Gmunden/KK
Weil eine Bergsteigerin an ihre körperlichen Grenzen geriet, ein Gewitter heranzuziehen drohte und keiner der drei Bergsteiger eine Stirnlampe dabei hatte, wurde der Notruf abgesetzt.
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Gmunden. Drei Bergsteiger aus Wien mussten am Sonntagabend vom Traunstein bei Gmunden gerettet werden. Beim Abstieg über den Naturfreundesteig geriet eine Bergsteigerin körperlich an ihre Grenzen. Für die ersten 400 Meter benötigte die Gruppe bereits mehr als drei Stunden. Gegen 20.30 Uhr verschärfte sich die Situation zusätzlich, da keiner der drei eine Stirnlampe mitführte und die Dunkelheit bevorstand.

Angst vor heranziehendem Gewitter

Auch ein von Westen heranziehendes Gewitter erhöhte den Zeitdruck. Die Bergsteiger alarmierten schließlich selbst die Bergrettung. Zunächst wollten sie den Abstieg zu Fuß fortsetzen, waren sich aber nicht sicher, ob sie dafür noch genügend Kraft hatten. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte hätte der weitere Weg ins Tal rund vier bis fünf Stunden gedauert.

Insgesamt rückten 17 Mitglieder der Bergrettung Gmunden und ein Alpinpolizist aus. Zusätzlich wurde vorsorglich der Notarzthubschrauber Christophorus 14 angefordert. Aufgrund der Erschöpfung, der Dunkelheit und des nahenden Gewitters entschieden die Retter schließlich, die drei Bergsteiger auszufliegen. Gegen 22 Uhr wurden sie mittels Winde vom Berg geholt und sicher ins Tal gebracht. Die Bergrettungsmannschaft erreichte gegen 23.15 Uhr wieder das Tal.