Schwere Erkrankungen

Drei Legionellen-Tote in Linz

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Seit Anfang August 2026 wurden in Linz vermehrt Fälle von Legionellen-Erkrankungen festgestellt. Trotz intensivmedizinischer Betreuung sind bereits drei Menschen gestorben.
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Seit Beginn der Häufung von schweren Lungenentzündungen durch Legionellen im Raum Linz sind bisher insgesamt 26 Personen erkrankt. "Das entspricht einem Zuwachs von weiteren vier Fällen seit letzter Woche, zudem sind in den letzten Tagen leider drei Personen verstorben", informierte das Land OÖ am späten Donnerstagnachmittag. Trotz laufender intensiver Untersuchungen und erster Ergebnisse könne derzeit noch nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die verantwortliche Quelle bereits identifiziert ist.

Aktuell sind bereits über 150 Umweltproben aus den Haushalten der Erkrankten, Kühltürmen in Linz und Umgebung, Springbrunnen, Waschanlagen und anderen möglichen Infektionsquellen zur Analyse in der AGES in Wien eingelangt. Mehr als 80 Untersuchungen sind bereits abgeschlossen und die entsprechenden Befunde an die Behörden übermittelt worden. Wie bereits berichtet, wurden dabei Kühltürme eines Unternehmens in der Wienerstraße positiv auf Legionellen getestet. Die unmittelbar begonnene umfassende Reinigung und Desinfektion der betroffenen Kühltürme ist inzwischen abgeschlossen. Der weitere Betrieb der Anlage wird von der zuständigen Behörde in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen streng überwacht. Ob die kontaminierten Kühltürme in Zusammenhang mit dem Ausbruch stehen, wird derzeit geprüft.

Kühltürme mögliche Ursache

Bei insgesamt drei Erkrankten konnten inzwischen die für die Erkrankung verantwortlichen Erreger mikrobiologisch genauer identifiziert werden. Alle drei Stämme sind dem Legionellensubtyp Allentown/France zuzuordnen und weisen eine genetische Verwandtschaft untereinander auf. Damit ist zumindest in diesen drei Fällen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einer gemeinsamen Infektionsquelle auszugehen. Für die aus den kontaminierten Kühltürmen gewonnenen Legionellen liegen diese Analysen dagegen noch nicht vor, womit der Zusammenhang dieser möglichen Quelle mit den Erkrankungsfällen weiterhin unklar ist. Mit Ergebnissen der entsprechenden Untersuchungen wird nächste Woche gerechnet. Die intensive Suche nach weiteren möglichen Infektionsquellen wird mit hoher Priorität fortgesetzt. Dabei kommen unter anderem moderne KI-gestützte Analyseverfahren, Satellitenbilder sowie Auswertungen von meteorologischen, Bevölkerungs- und Betriebsdaten zum Einsatz. Damit wird zugleich die Datengrundlage zur Einschätzung möglicher Gesundheitsrisiken durch Legionellen in der Region verbessert.

Alle 24 in Oberösterreich lebenden Erkrankten des aktuellen Ausbruchs mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Zwei weitere Fälle leben im Ausland, hielten sich jedoch vor ihrer Infektion in Linz auf. Aufgrund der Schwere der Erkrankung war teilweise eine intensivmedizinische Versorgung notwendig, drei Personen sind leider in Zusammenhang mit der Infektion verstorben.