Maßnahmenbündel
Dürre: Bauernschaft setzt auf Zusammenhalt
Die anhaltende Trockenheit stellt Oberösterreichs Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Besonders Grünland- und tierhaltende Betriebe kämpfen mit geringeren Erntemengen und knappen Futterreserven. Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen, zinsvergünstigte Betriebsmittelkredite sowie Stundungsmöglichkeiten bei Agrarinvestitions- und Konsolidierungskrediten sollen die Liquidität der Betriebe sichern. "Ein Hilfspaket ist dann gut, wenn es am Hof ankommt. Deshalb kümmern wir uns nicht nur um finanzielle Entlastung, sondern auch um das, was die Betriebe jetzt ganz unmittelbar brauchen: Futter, Liquidität und konkrete Unterstützung", sagt Agralandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP).
Große Solidarität
Bereits Ende Juni startete der Maschinenring erste Initiativen zur zusätzlichen Futterversorgung. Rund 350 Hektar Ackerflächen konnten für die Futterproduktion vermittelt und mehr als 3.500 Ballen Silomais organisiert werden.
"Vermitteln, disponieren, Angebot und Nachfrage zusammenführen – darin liegt eine unserer Stärken. Möglich wird das aber erst durch die große Solidarität innerhalb der Landwirtschaft. Dass Betriebe Flächen und Futter zur Verfügung stellen, ist gelebter Zusammenhalt", betont Maschinenring-Landesobmann Gerhard Rieß.
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Auf Basis des über den Maschinenring erhobenen Bedarfs wurde die Suche nach Heu auf den europäischen Markt ausgeweitet. Mit Erfolg: Seit einigen Tagen rollen 1.239 LKW-Züge mit Heuballen nach Österreich, jeder fünfte LKW ist für oberösterreichische Betriebe bestimmt.