Nach Macklemore-Aus

Ed Sheeran verliert alle Voracts und eigene Band

© Kevin Mazur
Der Rauswurf von US-Rapper Macklemore sorgt weiterhin für viel Aufregung. Ed Sheeran gibt an, dass nicht er die Entscheidung getroffen habe, sondern der Veranstalter. Nun hat der britische Sänger auch seine eigene Band und alle Voracts verloren.
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Der US-Rapper Macklemore war als eine Vorband auf der US-Tour von Ed Sheeran geplant. Doch bei zwei Auftritten sagte der Rapper: "Free Palestine". Unter anderem war das für Robert Kraft, Besitzer des NFL-Franchise "Patriots" und des Gillette-Stadions in Boston, zu viel. Er und die Organisation Israeli-American Council übten auf die Veranstalter und Ed Sheeran enormen Druck aus, um Macklemore von der Tour rauszuwerfen. Sie gaben nach und schlossen den US-Rapper von der Tour aus, wie der US-Rapper selbst angibt.

Der Rauswurf gefiel scheinbar nicht allen Teilnehmern. Am Dienstag haben Sänger Aaron Rowe, seine eigene Band Beoga, der Musiker Finneas O'Connell und die dänische Band Lukas Graham auf Instagram angekündigt, dass sie sich von Ed Sheerans US-Tour zurückziehen würden. Finneas, der Bruder von Weltstar Billie Eilish, schrieb in seinem Posting: "Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie sich für die Unterdrückten stark machen."

"Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt"

Zuvor hatte der Brite sich zum Rauswurf von Macklemore geäußert. Er erklärte ebenfalls auf Instagram, dass er in den vergangenen Tagen ausgiebig mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und "Aktivisten auf beiden Seiten" gesprochen habe. Sheeran wollte eine gemeinsame Lösung finden. Die blieb aber ohne Erfolg.

Der Brite betonte, er sei "entsetzt" vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten. Sheeran schrieb: "Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe."

Er respektiere Macklemore, dass er sich für das einsetzt, woran er glaubt. Jedoch will der Brite seine Auftritte nicht für politische Meinungsäußerungen nutzen. Vor allem befinden sich unter seinen Zuschauern viele junge Menschen, darunter Kinder, aus unterschiedlichen Regionen. Für diese möchte er einen "Ort der Sicherheit und Zuflucht" schaffen.