Donau-Talfahrt
Ein Drittel weniger Strom: Wiener Kraftwerk schlägt Alarm
Seit Wochen geht der Donau-Pegel bei Korneuburg zurück. Inzwischen liegt er sogar unter jenen Werten, die sonst in niederschlagsarmen Wintermonaten erreicht werden - mit unangenehmen Folgen: Das Laufkraftwerk Freudenau produziert aktuell um rund ein Drittel weniger Strom als normalerweise. Die fehlende Energiemenge entspricht dem Verbrauch von gut 70.000 Haushalten. Für die Stromversorgung bestehe laut Verbund dennoch kein Grund zur Sorge.
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Der aktuelle Umstand zeigt deutlich, wie sehr sich die Klimakrise auf die hiesige Wasserkraft auswirkt: Während früher die Schneeschmelze im Sommer für hohe Stromerträge sorgte, fällt im Winter nun häufiger Regen statt Schnee. Dadurch verschiebt sich die Höchstleistung der Wasserkraftwerke zeitlich immer mehr.
Auf technischer Seite lässt sich das Problem leider nicht so einfach lösen. Kraftwerke können nämlich nicht so umgebaut werden, dass sie bei Niedrigwasser dieselbe Strommenge erzeugen. Dabei setzen auch Extremwetter der Wasserkraft zu - beim Hochwasser im September 2024 etwa musste die Stromproduktion in der Freudenau sogar komplett gestoppt werden. Damit steht fest: Die Energiewende wird ohne zusätzlichen Ausbau von Wind- und Sonnenkraft, also erneuerbaren Energien, kaum zu schaffen sein.