Vorsicht

Einbrecher lieben Urlauber: Mit diesen Tipps schützen Sie Ihr Zuhause

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Versicherungs-Expertin verrät, wie Sie Ihr Einbruchsrisiko in der Urlaubszeit deutlich senken.
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Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude auf den Urlaub ist groß, doch während viele am Strand entspannen, haben Einbrecher Hochsaison. Gerade in der Ferienzeit schlagen sie besonders häufig zu, denn ein leer stehendes Haus oder eine verlassene Wohnung sind oft leichte Beute. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihr Zuhause jedoch deutlich besser schützen. Janna Poll, Versicherungs-Expertin bei ERGO, erklärt, worauf Sie vor der Abreise unbedingt achten sollten.

Diese Signale verraten, dass niemand zu Hause ist

Ein überquellender Briefkasten, tagelang geschlossene Rollläden oder abends nie eingeschaltetes Licht, genau auf solche Hinweise achten Einbrecher. "Ist eine längere Abwesenheit offensichtlich, haben Täter die nötige Zeit und Ruhe. Genau das gilt es zu vermeiden", erklärt Poll.

Türen und Fenster immer vollständig schließen

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Auch wenn es selbstverständlich klingt: Vor der Abreise sollten alle Fenster und Türen sorgfältig kontrolliert werden. Vor allem gekippte Fenster gelten als beliebte Einstiegsmöglichkeit und lassen sich oft innerhalb weniger Sekunden öffnen.

Anwesenheit vortäuschen

Ein bewohnt wirkendes Haus schreckt viele Einbrecher ab. Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systeme können Lampen automatisch ein- und ausschalten. Noch besser ist es, wenn Nachbar oder Freund regelmäßig nach dem Rechten sehen, den Briefkasten leeren oder gelegentlich die Rollläden bewegen.

Keine Urlaubsbilder in Echtzeit posten

So verlockend das perfekte Strandfoto auch ist: Wer seinen Urlaub live auf Instagram oder Facebook dokumentiert, verrät oft ungewollt, dass das Zuhause gerade leer steht. Auch darauf weist die Versicherungs-Expertin hin und empfiehlt, Urlaubsfotos lieber erst nach der Rückkehr zu veröffentlichen.

Leitern und Gartenmöbel wegräumen

Auch der Außenbereich sollte vor der Abreise überprüft werden. Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel können Einbrechern als praktische Kletterhilfe dienen und sollten deshalb nicht direkt unter Fenstern oder Balkonen stehen.

Mechanische Sicherungen erhöhen den Schutz

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Zusätzliche Türriegel, einbruchhemmende Fenster oder spezielle Sicherheitsbeschläge machen Einbrechern das Leben deutlich schwerer. "Einbrecher wählen den einfachen Weg. Erscheint es kompliziert, erfolgreich in ein Gebäude einzudringen, schreckt sie das ab", so Poll.

Was passiert, wenn trotzdem eingebrochen wird?

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Einbruch, übernimmt in vielen Fällen die Hausratversicherung den entstandenen Schaden. "Viele Hausrattarife beteiligen sich zusätzlich an bestimmten Kosten – ein Blick in die eigenen Bedingungen lohnt sich", erklärt Poll. Gleichzeitig weist sie darauf hin: "Der einfache Diebstahl, also Diebstahl ohne Einbruchspuren, ist in der Hausratversicherung nicht versichert."

Außerdem empfiehlt sie, nach größeren Anschaffungen oder einem Umzug die Versicherungssumme zu überprüfen. "Versicherte sollten sich ansehen, ob grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist – etwa, wenn ein Fenster gekippt war", rät die Expertin.

Das sollten Sie nach einem Einbruch tun

Falls Sie nach dem Urlaub einen Einbruch entdecken, gilt: Ruhe bewahren. Informieren Sie sofort die Polizei und verändern Sie die Wohnung möglichst nicht, damit Spuren gesichert werden können. Dokumentieren Sie alle Schäden mit Fotos und erstellen Sie eine Liste der gestohlenen Gegenstände. Wurden Bank- oder Kreditkarten entwendet, sollten diese umgehend gesperrt werden.

Mit ein wenig Vorbereitung lässt sich das Einbruchsrisiko während des Urlaubs deutlich reduzieren.