Trumps Devise war bislang: "An seinem rechtspopulistischen Wesen soll die Welt genesen". Aber ähnlich wie der ehemalige ungarische Ministerpräsident Orbán, hat auch Trump den wichtigsten Elchtest, nämlich den wirtschaftlichen Test, ebenfalls nicht bestanden.
Seine Politik der Strafzölle, der Negation der Lebenswirklichkeit der US-Bürger:innen und der von ihm ausgelöste Iran Krieg, haben weltweit und besonders das Leben der US-Bürger:innen dramatisch verteuert. Die Rechnung dafür bekam Trump durch die krachende Niederlage seiner Republikanischen Partei bei den US-Parlamentswahlen („Midterms“) präsentiert.
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Trumps Niederlage ist aber auch ein Signal dafür, dass die Attraktivität und die Glaubwürdigkeit globaler rechtspopulistischer Heilsversprechungen zu Ende gehen. Viele rechtspopulistische Bewunderer in fast allen Kontinenten werden sich nach der Niederlage Trumps an ihre offene oder stille Bewunderung nicht mehr erinnern wollen.
Was aber bleibt ist auch künftig das wirtschaftliche Risiko welches Wähler:innen rechtspopulistischer Parteien und Personen eingehen, wenn sie ihre Stimme genau diesen geben würden.
Durchaus berechtigte Kritik an gesellschaftlichen Systemmängeln, Migrations- und Integrationspolitik, sozialen Schieflagen etc. schaffen noch nicht automatisch Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und damit verbunden leistbares Leben und eine Zukunft in Wohlstand und Sicherheit. Niemals darf dabei vergessen werden, dass eine globale Friedens- und Klimapolitik wichtiger ist, als die jetzt schon explodierenden Gewinne der Rüstungskonzerne.
Österreich hat die große Chance, bei den nächsten anstehenden Wahlen, einen wie immer gearteten rechtspopulistischen Elchtest für Österreichs Wirtschaft zu vermeiden. Die österreichischen Wähler:innen sollten, in ihrem eigenen Interesse, diese Chance nutzen.