"Eiserner Vorhang"

Enthüllt: Posthume Ehre für Brandl in der Staatsoper

© museum in progress
Der "Eiserne Vorhang" der Wiener Staatsoper erstrahlt jetzt in kräftigen Blau- und Weiß-Tönen. Ein posthumes Werk von Herbert Brandl ziert bis Ende Juni 2027 die Brandschutzwand.
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Bereits vor rund zwei Jahren erhielt Herbert Brandl den Auftrag für das Großbild. Nach seinem plötzlichen Tod im Sommer 2025 entschieden die internationale Jury, das Museum, der Nachlass und die Staatsoper gemeinsam, das Werk posthum zu realisieren. Jetzt wurde es präsentiert. Ein 176 Quadratmeter großes Bildnis in den Farben Blau und Weiß, das als Brandschutzwand zwischen Bühne und Zuschauerraum nun bis Ende Juni 2027 in der Staatsoper zu sehen ist.

Heimische Kunst-Legende: Herbert Brandl (1959 - 2025) © Rudi Molacek

Herbert Brandl nimmt mit seiner eigenständigen, intuitiven Bildsprache einen zentralen Platz in der österreichischen und internationalen Gegenwartskunst ein. Seine kraftvollen Werke, die u.a. bei der Biennale von Venedig (2007); der documenta (1992) und  der São Paulo Biennale (1989) gezeigt wurden, sind geprägt von markanter Farbigkeit und atmosphärischer Verdichtung, und oszillieren zwischen Abstraktion und Figuration. Der „Eiserne Vorhang« ist eine von museum in progress konzipierte Ausstellungsreihe, die in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisiert wird

Nach Lassnig, Koonz oder Kiefer kommt jetzt Brandl in die Oper

Brandl hat sich über den Auftrag "außerordentlich gefreut" und stellt damit den bereist 29. „Eisernen Vorhang" der Wiener Staatsoper. Seit 1998 verwandelt das Projekt den eisernen Vorhang der Hauptbühne in einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Seine berühmten Vorgänger waren u.a. Maria Lassnig (2005/06), Jeff Koons (2007/08), Anselm Kiefer (2023/24) oder zuletzt El Anatsui (2025/26).