Opferzahl steigt
Erdbeben in Kolumbien fordert über 250 Tote
Rettungskräfte gruben sich am Dienstag durch Trümmerberge und forderten immer wieder Stille, um nach Lebenszeichen von Verschütteten zu lauschen. Das Beben der Stärke 7,4 hatte am Montag das Kaffeeanbau-Gebiet des Landes erschüttert und gilt als das verheerendste in Kolumbien in diesem Jahrhundert. Allein in den Städten Pereira und Cali wurden 101 und 95 Todesfälle gemeldet.
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Augenzeugen berichteten von albtraumhaften Szenen. Tausende Menschen sind obdachlos, da ihre Häuser eingestürzt oder durch tiefe Risse unbewohnbar geworden sind. Der neue Präsident Abelardo de la Espriella, der erst vor wenigen Tagen vereidigt wurde, besuchte die betroffenen Regionen und versprach den Opfern wirtschaftliche Unterstützung. Besonders in abgelegenen Gemeinden in der Pazifikregion Choco nahe dem Epizentrum gestaltet sich die Lage schwierig. Dort sind viele Menschen weiterhin ohne Strom und grundlegende Versorgung. Da die Kommunikation in einige der am stärksten betroffenen Gebiete weiterhin unterbrochen ist, könnte die Opferzahl weiter steigen.