Wegen Wahlkampf
Ermittlungen wegen Betrugs gegen Kremlfreund
Er soll zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen durch Betrug 1,1 Millionen Euro erschlichen und damit mutmaßlich seinen Wahlkampf finanziert haben. Er wurde zunächst für 24 Stunden festgenommen.
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Georgescu war 2024 bei der Präsidentenwahl völlig überraschend auf Platz eins gekommen. Das Verfassungsgericht annullierte diese Wahl, unter anderem mit der Begründung, dass Georgescus Wahlkampf-Finanzierung undurchsichtig gewesen sei. Die Wahl wurde 2025 wiederholt.
Georgescus Wohnhaus wurde neun Stunden lang von Staatsanwälten durchsucht, anschließend führten sie den Verdächtigen zum Verhör ab. Die für organisiertes Verbrechen und Terrorismus zuständige Sondereinheit der Staatsanwaltschaft, DIICOT, informierte über ihr Vorgehen in einer Pressemitteilung, ohne jedoch den Namen Georgescus und seiner zwei Komplizen zu nennen.
Kremlfreund soll Wahlkampf mit erschlichenem Geld finanziert haben
Eine Sprecherin von DIICOT erklärte später allerdings, dass der "64-jährige" Beschuldigte verdächtigt wird, das erschlichene Geld für seinen Wahlkampf eingesetzt zu haben. Georgescu ist 64 Jahre alt. Nach der Annullierung der Präsidentenwahl 2024 hatte Georgescu erklärt, er habe für den Wahlkampf "Null (der rumänischen Währung) Lei" ausgegeben.
Zahlreiche rumänische TV-Sender zeigten Georgescu, wie er aus seiner Villa im Bukarester Vorort Mogosoaia von maskierten Polizisten abgeführt und zum Sitz von DIICOT in der Hauptstadt gebracht wurde. Dort warteten viele Anhänger auf ihn und riefen unterstützende Slogans.
Der Betrug bestehe darin, dass der Beschuldigte und seine Komplizen im Jahr 2021 einem Geschäftsmann die Vermittlung eines millionenschweren Kredits von einer ausländischen Bank versprochen hätten. Dafür hätten sie von dem Geschäftsmann eine Garantiesumme von 1,1 Millionen Euro verlangt. Dieser habe diese Summe bezahlt, aber den Bankkredit nicht bekommen, schrieb DIICOT. Die Ermittlungen hätten ab 2024 begonnen, nach einer Anzeige des Geschädigten, berichteten rumänische Medien.
Verfahren gegen Georgescu auch wegen Staatsstreich-Plänen
Gegen Georgescu laufen zwei weitere Verfahren. Er muss sich wegen eines versuchten bewaffneten Staatsstreichs vor Gericht verantworten, den er zusammen mit einem früher in Afrika aktiven Söldner geplant haben soll. Als erster Verhandlungstermin vor Gericht ist dazu der 28. September vorgesehen. Ferner beschuldigt ihn die Staatsanwaltschaft unerlaubter Propaganda für rechtsextremes Gedankengut.
Georgescu wird auch nach den neuen Vorwürfen von Rumäniens extrem rechter Partei AUR unterstützt, der zweitstärksten Kraft im Parlament. Er war bisher unter Auflagen auf freiem Fuß und tourte seit Monaten regelmäßig zu Treffen mit seinen Anhängern durch das Land.