Hohe Nachfrage

Ersten Tankstellen geht der Sprit aus

© APA/HANS KLAUS TECHT
Der neue Tankrabatt sorgt für eine deutlich höhere Nachfrage nach Benzin und Diesel, gleichzeitig erschwert das extreme Niedrigwasser am Rhein die Versorgung. Vor allem Diesel, aber auch Super E10 war an einzelnen Stationen in Deutschland zeitweise nicht verfügbar.
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An einzelnen Tankstellen im Westen und Südwesten ist zum Wochenbeginn der Sprit ausgegangen. Betroffen waren nach Angaben des Tankstellen-Interessenverbands unter anderem Köln, Bonn, Koblenz, Mannheim, Heidelberg, Freiburg, Frankfurt und Aschaffenburg. Vor allem Diesel fehlte, an manchen Säulen auch Super E10.

Seit dem 1. Oktober gilt die befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel, bis Ende 2026 um 14 Cent je Liter. Mit dem geringeren Mehrwertsteueranteil sind es 17 Cent. Die Nachfrage ist gestiegen, und dazu kommt Niedrigwasser im Rhein: Am Pegel Kaub, dem Nadelöhr zwischen St. Goar und Mainz, fiel der Stand nach einem historischen Tief weiter, zeitweise auf 19 Zentimeter. Der Pegel zeigt, dass Schiffe weniger zuladen können. Jede Fahrt wird teurer, der Nachschub langsamer.

Einschränkungen bestätigt

Aral bestätigte dem Handelsblatt vorübergehende Einschränkungen, vor allem im Rheinland und beim Diesel. Auf das Netz von 2400 Stationen bezogen gebe es aber keine größeren Engpässe. Shell verlagert am Standort Wesseling einen Teil der Transporte auf Kesselwagen, Lastwagen und Pipelines.

Herbert W. Rabl vom Interessenverband, der nach eigenen Angaben 1300 Tankstellen vertritt, sagte allerdings, es gebe keinen Spritengpass: Nur die ungewöhnlich hohe Nachfrage sprenge den üblichen Lieferrhythmus.