WWF

Erstmals "Fluss des Jahres" gewählt

© De Agostini via Getty Images
Die Umweltorganisation fordert von der Landesregierung eine öffentliche Schutzgarantie für den Siegerfluss.
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Der Lech in Tirol ist nach der Wahl der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF "Fluss des Jahres" 2026. In der erstmals durchgeführten Online-Abstimmung hat sich der Nebenfluss der Donau gegen seine Konkurrenz aus den anderen Bundesländern durchgesetzt, hieß es am Donnerstag. Die Schwarze Sulm in der Steiermark belegt den zweiten Platz. Der niederösterreichische Kamp ist auf Platz drei.

Geplantes Wasserkraftwerk

Für WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides ist der Sieg des Lech "ein starkes Signal für den Schutz der letzten naturnahen Flusslandschaften". Die Umweltorganisation fordert daher von der Landesregierung eine öffentliche Schutzgarantie für den Fluss. Der Tiroler Lech zählt zu den letzten großen Wildflüssen Österreichs. Seine Seitenarme, wilden Ufer sowie regelmäßig umgelagerten Kies- und Schotterflächen bieten seltenen Tierarten wertvolle Lebensräume. Projekte wie die geplante Ableitung großer Wassermengen in Richtung des Rotlechspeichers setzen das Lech-System jedoch unter Druck. Auch die Flüsse auf den Plätzen zwei und drei stehen vor Herausforderungen. Die Schwarze Sulm wird laut WWF durch ein geplantes Wasserkraftwerk bedroht. Währenddessen hatte der Kamp zuletzt mit der extremen Trockenheit zu kämpfen.