Trotz Rettung

ESIM: Mehr als die Hälfte des Personals verliert Job

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Für die insolvente Linzer Chemiefirma ESIM gibt es eine Nachfolgelösung. Der Standort im Linzer Chemiepark bleibt bestehen und 145 der 300 Arbeitsplätze werden gesichert.
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Linz. Für die insolvente Linzer Chemiefirma ESIM ist rund zehn Monate nach dem Konkursantrag eine Nachfolgelösung gefunden worden. Der Standort im Linzer Chemiepark bleibt damit bestehen. Von den zuvor knapp 300 Arbeitsplätzen können 145 erhalten werden. Mehr als die Hälfte der bisherigen Belegschaft verliert allerdings ihren Arbeitsplatz.

Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer zeigt sich erleichtert über die gefundene Lösung. Der Konkursantrag im vergangenen Oktober sei ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Linz gewesen. Umso erfreulicher sei es, dass nun zumindest ein wesentlicher Teil der Arbeitsplätze sowie der Standort selbst gesichert werden konnten.

Prammer dankte der Belegschaft, den Kunden, dem Insolvenzverwalter und den neuen Eigentümern, die bereit seien, in den Standort Linz zu investieren.

Mehr als die Hälfte verliert Arbeitsplatz

Trotz des Neustarts verweist Prammer auch auf die Schattenseite der Lösung. Mehr als die Hälfte der bisherigen Belegschaft verliert ihren Arbeitsplatz. Das dürfe nicht schöngeredet werden. Für die betroffenen Mitarbeiter und ihre Familien sei die Entwicklung schmerzhaft.

Gleichzeitig warnt der Bürgermeister vor dem zunehmenden Druck auf den Produktions- und Industriestandort Oberösterreich. Es brauche ein klares Bekenntnis des Landes zur Unterstützung jener Unternehmen, die Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region sichern.

Prammer fordert gemeinsame Anstrengungen

Nach Ansicht Prammers können die Städte die Herausforderungen für die Industrie nicht alleine bewältigen. Bund, Land und Gemeinden müssten gemeinsam daran arbeiten, die industrielle Basis zu erhalten und heimische Produktionsstandorte zu stärken.

Den Neustart bei ESIM wertet Prammer trotz des deutlichen Personalabbaus als positives Signal. Die Entwicklung zeige, dass aus einer Unternehmenskrise auch eine Chance für Erneuerung und Stabilität entstehen könne. Linz bleibe ein starker Industriestandort.