Kampfjets am Himmel, mächtige Panzer am Boden und Fallschirmspringer, die über dem Heldenplatz zur Landung ansetzen. Zum Nationalfeiertag fährt das Bundesheer wieder groß auf. Von Samstag (24. Oktober) bis Montag (26. Oktober) erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit spektakulären Vorführungen, Militärfahrzeugen und zahlreichen Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Auch das Parlament, die Hofburg und das Bundeskanzleramt gewähren am Feiertag Einblicke hinter sonst verschlossenen Türen.
Militär hautnah statt nur aus der Ferne
Wer Panzer und andere Militärfahrzeuge einmal aus nächster Nähe sehen möchte, muss nicht bis zum Nationalfeiertag warten. Bereits am Samstag und Sonntag lädt das Bundesheer jeweils von 11 bis 16 Uhr zur "Infoschau Kompakt" auf den Heldenplatz. Gleichzeitig steht beim Burgtheater die Veranstaltung "Action & Activity" auf dem Programm. Am Sonntag gibt es außerdem um 13 Uhr ein Konzert der Gardemusik. "Ein Bundesheer wahrlich zum Anfassen", verspricht Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP). Besonders bei jungen Menschen will das Heer mit seiner Ausrüstung und den Einblicken in den Soldatenalltag Interesse wecken.
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Eurofighter donnern über den Heldenplatz
Der große Höhepunkt wartet am Montag, dem Nationalfeiertag. Von 9 bis 17 Uhr präsentiert das Bundesheer am Heldenplatz seine Fahrzeuge, Ausrüstung und Fähigkeiten. Nach den traditionellen Kranzniederlegungen durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, die Bundesregierung und Opferverbände richtet sich der Blick zunächst nach oben.
Kurz vor 11 Uhr sollen Eurofighter und eine Transportmaschine vom Typ C-130 "Hercules" über den Heldenplatz fliegen. Anschließend treten 1.200 Rekruten zur feierlichen Angelobung an. Und auch danach lohnt sich der Blick in den Himmel, wenn Fallschirmspringer zu ihrem Landeanflug ansetzen.
Am Boden kommen vor allem Technikfans auf ihre Kosten. Das Bundesheer zeigt unter anderem seine Leopard- und Ulan-Panzer sowie moderne Luftabwehrtechnik. Dazu stehen Vorführungen mit Militärhunden und die Landung eines AW169-"Lion"-Hubschraubers auf dem Programm.
Panzer, Drohnen und ein Kletterturm
Beim Zuschauen allein muss es aber nicht bleiben. Wer selbst etwas ausprobieren möchte, kann sein Geschick am Drohnenparcours testen, einen Kletterturm erklimmen oder sich den Herausforderungen eines Cyber-Escape-Rooms stellen. Auch die Initiative "Wir bewegen Österreich" ist vertreten.
Mehr als 900 Soldaten, Grundwehrdiener und Zivilbedienstete sorgen für den Ablauf der Veranstaltung. Zum weiteren Programm gehört ein Zapfenstreich. Nach dem geplanten Hubschrauberabflug um 16 Uhr wartet noch ein besonderer Anblick, wenn sich eine ganze Panzerkolonne vom Heldenplatz in Bewegung setzt.
Blick hinter die Kulissen der Politik
Doch nicht nur beim Bundesheer gibt es am Nationalfeiertag einiges zu entdecken. Auch Parlament, Bundeskanzleramt und Hofburg öffnen am Nationalfeiertag ihre Türen und gewähren Besuchern Einblicke in Räumlichkeiten, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind.
Im Parlament können Besucher die Sitzungssäle erkunden und sogar die repräsentative Parlamentsrampe kennenlernen, die sonst dem Bundespräsidenten und hochrangigen internationalen Gästen vorbehalten ist. In der Säulenhalle stehen zudem Abgeordnete aller Fraktionen für persönliche Gespräche bereit.
Wer wissen möchte, wie es im Bundeskanzleramt aussieht, kann dort die Repräsentationsräume besichtigen. Geplant ist auch ein Treffen mit Bundeskanzler Christian Stocker, Kanzleramtsministerin Claudia Bauer und Staatssekretär Alexander Pröll (alle ÖVP). Gleich nebenan am Minoritenplatz öffnen das Frauen- und Wissenschaftsministerium sowie das Außenministerium ihre Türen.
Auch in der Hofburg gibt es seltene Einblicke. Bei Führungen durch die Präsidentschaftskanzlei können Interessierte jene Räumlichkeiten besichtigen, in denen der Bundespräsident seinen Amtsgeschäften nachgeht. Alexander Van der Bellen hält am Abend seine traditionelle Rede zum Nationalfeiertag.
Höchstrichter beantworten Fragen
Eine weitere Gelegenheit für neugierige Besucher bieten der Verwaltungsgerichtshof und der Verfassungsgerichtshof. Beide Höchstgerichte beteiligen sich am Programm zum Nationalfeiertag. Am Verfassungsgerichtshof stehen mit Präsident Christoph Grabenwarter, Vizepräsidentin Verena Madner und Verfassungsrichter Georg Lienbacher sogar drei Mitglieder des Gerichtshofs persönlich Rede und Antwort. Besucher erfahren dabei aus erster Hand, wie Österreichs Höchstgericht arbeitet.