Neue Eskalation

Experte: Revolutionsgarden haben ihre Macht ausgebaut

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Die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich wieder drastisch verschärft.
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Nach schweren gegenseitigen Raketen- und Drohnenangriffen erklärte die Regierung in Teheran, die strategisch wichtige Straße von Hormuz erneut gesperrt zu haben. Dies trieb die Ölpreise in die Höhe. Die iranischen Revolutionsgarden teilten am Montag mit, sie hätten als Reaktion auf jüngste US-Angriffe amerikanische Militäreinrichtungen am Persischen Golf ins Visier genommen.

Die Rede war von Bahrain und Kuwait. Man habe Radarsysteme in Oman zerstört sowie Treibstoff- und Munitionsdepots auf dem Stützpunkt Prinz Hassan in Jordanien beschossen. Das US-Militär erklärte hingegen, die Schifffahrt durch die Meerenge von Hormuz laufe weiter. Bei Einsätzen am Sonntag seien iranische Luftabwehrsysteme, Küstenradarstationen, Raketen- und Drohnenstellungen sowie kleine Boote unter anderem von Flugzeugen und Kriegsschiffen aus angegriffen worden.

Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando CENTCOM hatte bereits am Samstag mitgeteilt, binnen drei Nächten mehr als 300 iranische Ziele attackiert zu haben, um die militärische Schlagkraft des Iran zu schwächen. Die Revolutionsgarden erklärten ihrerseits, am Wochenende auch ein Wartungszentrum für Kampfjets in Katar sowie amerikanische Logistikstützpunkte in Oman beschädigt zu haben.

Analysen zu aktuellen Entwicklungen

"Der Iran betrachtet die Kontrolle über die Straße von Hormuz als ein wichtiges strategisches Ziel, und seine Führung ist der Ansicht, dass ein Kriegsende ohne die Kontrolle über die Meerenge eine schwere strategische Niederlage bedeuten würde", heißt es in einer Analyse des Critical Threats Project (CTP), das von den in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute betrieben wird.

Mit der Tötung einflussreicher Generäle und hochrangiger Politiker haben die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation, nach gängiger Experteneinschätzung ihre Macht in der Islamischen Republik weiter ausgebaut. Die neue Führung sei sich bewusst, dass gegenüber den USA ein gewisses Maß an Pragmatismus erforderlich ist, schrieb der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Israel Hayom".

Teheran sei heute eher bereit, konsequent militärische Gewalt einzusetzen, schrieb Citrinowicz. Es handle sich um eine Führung, die "bei der Bewältigung der Krise pragmatischer vorgeht, ideologisch jedoch nicht gemäßigter ist". Washington müsse sich entscheiden: die Konfrontation in der Straße von Hormuz zu verschärfen oder eine Vereinbarung zu akzeptieren und sich darauf zu konzentrieren, Teheran am Bau einer Atomwaffe zu hindern.