Eskalation im Iran
Neue US-Angriffe: Jetzt explodieren die Ölpreise
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Streitkräfte hätten um 23:00 Uhr MESZ damit begonnen, weitere Angriffe auf den Iran durchzuführen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Der Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormuz zu attackieren. Es ist bereits die vierte Angriffswelle, seit die Feindseligkeiten in der Nacht auf Mittwoch wieder aufflammten.
Es seien Dutzende Ziele an mehreren Standorten mit Präzisionsmunition getroffen worden, teilte Centcom mit. Die Straße von Hormuz sei ein zentraler Schifffahrtskorridor für den Welthandel und der Iran kontrolliere diesen nicht. Die US-Kräfte seien vorbereitet, um die freie Schifffahrt zu gewährleisten.
Ölpreise steigen
Nach einer neuen Serie von US-Luftangriffen auf Ziele im Iran sind die Ölpreise am Montag deutlich gestiegen. Aus Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen infolge der verschärften Lage im Persischen Golf verteuerte sich Rohöl um rund vier Prozent. Die Nordseesorte Brent kletterte auf 79,11 US-Dollar (69,44 Euro) je Barrel, während US-Leichtöl auf 74,37 Dollar (65,28 Euro) zulegte. Gleichzeitig belastete die Eskalation die Stimmung an den asiatischen Börsen. Zusätzliche Nervosität löste die Ankündigung des Iran aus, die strategisch wichtige Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geschlossen zu haben – ein Schritt, der neue Sorgen über steigende Inflationsrisiken auslöste.
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Das iranische Staatsfernsehen berichtete unterdessen von mehreren Explosionen in der Nähe der Stadt Sirik sowie westlich von Bandar Abbas. US-Medien hatten zuvor bereits von US-Angriffen auf Ziele im Iran berichtet. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr gerichtet, berichteten das "Wall Street Journal" und die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden.
Guterres besorgt
UNO-Generalsekretär António Guterres teilte auf der Plattform X mit, er sei zutiefst besorgt über die "erhebliche Eskalation". Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. "Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen."
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