Schock aus Teheran

Iran-Mullahs drohen Merz mit dem Tod

© X / Hamshahari
Das iranische Regime sorgt mit einer Schock-Grafik für Entsetzen. Eine regimenahe Zeitung in Teheran zeigt Spitzenpolitiker in Häftlingsanzügen und droht dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem Tod.
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Todesdrohung aus dem Iran! Auf einer Grafik der regimenahen Zeitung "Hamshahri" werden zahlreiche westliche Spitzenpolitiker in orangefarbenen Häftlingsanzügen gezeigt. Über der Collage steht auf Persisch: "Rache ist unvermeidlich." Direkt darunter heißt es sinngemäß, die "kriminellen" Verantwortlichen würden ihren Tod erleben. Unter den abgebildeten Politikern ist auch Bundeskanzler Friedrich Merz vertreten. Neben Merz zeigt die Titelseite unter anderem US-Präsident Donald Trump, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, den britischen Premier Keir Starmer, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, US-Außenminister Marco Rubio, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, Israels Außenminister Gideon Sa'ar, den US-Botschafter in Israel Mike Huckabee sowie weitere führende Politiker aus den USA und Europa. Trump und Netanjahu stehen dabei ganz oben auf der Seite und werden besonders hervorgehoben und mit Fadenkreuzen gekennzeichnet.

Das Blatt hinter der Droh-Grafik

Bei "Hamshahri" handelt es sich nicht um irgendeine Zeitung. Das Blatt wird von der Stadt Teheran herausgegeben und gilt als Sprachrohr der Hardliner. Vor Jahren wurde die Zeitung auch von Mohammad Bagher Ghalibaf geführt. Der heutige Parlamentspräsident gehört zu den mächtigsten Männern des Landes und spielt inzwischen eine wichtige Rolle bei den Kontakten des Regimes mit den USA. Das verleiht der Veröffentlichung eine besondere politische Sprengkraft.

Merz als klares Feindbild

Dass ausgerechnet Friedrich Merz auf der Collage auftaucht, dürfte kein Zufall sein. Der Bundeskanzler gehört seit Monaten zu den schärfsten Kritikern des Mullah-Regimes. Während der landesweiten Proteste im Januar erklärte Merz, das Regime sei "faktisch am Ende" und er rechne mit dessen baldigem Sturz. Aus Sicht der iranischen Hardliner dürfte sich Merz damit längst zum politischen Feindbild gemacht haben, was die Platzierung auf der Titelseite erklärt.

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