35:17-Sieg

Dragons nach Derby-Schlacht im Austrian Bowl

American-Football-Spieler der Dragons feiern gemeinsam auf dem Spielfeld.
© Alexander Forst
Die Danube Dragons stehen nach einem klaren 35:17-Derby-Sieg gegen die Vienna Vikings als erster Austrian-Bowl-Teilnehmer fest.
OE24 auf Google bevorzugen

In einem von beiden Defenses geprägten Halbfinal-Derby zwischen den Danube Dragons und den Vienna Vikings setzen sich die Donaufelder am Ende klar mit 35:17 durch. Die Simmeringer mussten ohne den verletzten Quarterback Mike Szabo starten, statt ihm wurde Tight End Rudolf Frey zum Spielmacher. Trotz einer souveränen Leistung war das Offensiv-Spiel der Wikinger gegen die starke Drachen-Abwehr zu durchschaubar.

Zu Beginn des Spiels war die Nervosität am Donaufeldplatz klar zu spüren. Gleich drei Fumbles in den ersten Minuten machten die enorme Anspannung auf beiden Seiten sichtbar. Auch Dragons-Quarterback Walter Kuhlenkamp fand seinen Rhythmus nicht und so war es wenig überraschend ein Trickspielzug im zweiten Viertel, der den Knoten löste. Ein Touchdown-Pass auf Abwehr-Urgestein Daniel Pozarek brachte die Hausherren in Führung.

Mit dem wieder gefundenen Selbstvertrauen spielten die Dragons nun befreiter auf und konnten noch vor der Pause einen weiteren Touchdown erzielen. Die Vikings kamen zwar noch vor die Endzone, mussten sich aber mit einem Field Goal begnügen und so ging es mit 14:3 in die Pause.

Trick-Play entscheidet

Auch nach dem Wiederanpfiff war das Spielgeschehen unverändert. Viele Fehler in der Offense und bärenstarke Abwehrreihen gaben den Ton an. Zumindest den knapp 2.000 Zuschauern wurde mehr geboten. Nach einem weiteren Trick-Play der Dragons konnte Running Back Kevin Stanisi seinen ersten Touchdown-Pass in einem Play-off verbuchen, es war die Vorentscheidung.

Ein Dragons-Spieler läuft mit dem Football, während ein Vikings-Spieler ihn zu stoppen versucht.
Dragons Vikings © Alexander Forst

Die Wikinger konnten zwar noch zwei Touchdowns erzielen, allerdings sorgte Kuhlenkamp mit einem Lauf in die Endzone eine Minute vor Schluss für den 35:17-Endstand. "Es war uns klar, wenn ein Backup-Quarterback spielt, mit der Defense, die wir haben, müssen wir schauen, dass wir das Spiel kontrollieren. Ich glaube, das ist uns zum größten Teil gelungen", war Dragons-Head-Coach Michael Hönig stolz.

"Es tut weh, es ist grauslig, aber wir haben zu viele Bälle fallen lassen", war Vikings-Head-Coach Benjamin Sobotka nach dem Spiel enttäuscht. Trösten kann er sich nun aber zu Hause. Unter der Woche wurden er und seine Freundin erstmals Eltern. Zumindest bleibt ihm nun neben seinen Aufgaben mit dem zweiten Team der Vikings und der AFLE nun mehr Zeit für die Familie.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden