So früh wie selten zuvor stand auf der sechsten Etappe der Tour de France der legendäre Col du Tourmalet am Programm. Der erste Härtetest der Favoriten auf den Gesamtsieg wurde von Tadej Pogacar eindrucksvoll beantwortet. Am Ende sicherte er sich den Tagessieg mit 2:38 Minuten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Jonas Vingegaard.
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Auf dem 186 Kilometer langen Teilstück von Pau nach Gavarnie-Gédre war der Monsterberg die vorletzte große Hürde und der Ort der Vorentscheidung. Etwa 5 Kilometer vor dem Gipfel setzte sich das UAE-Duo Isaac Del Toro und Pogacar von Vingegaard, Paul Seixas und dem Red-Bull-Doppel Remco Evenepoel und Florian Lipowitz ab.
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Wenige Meter später war auch die Arbeit von Del Toro erledigt und sein Teamkapitän zog alleine davon. Der einzige, der bis zum Gipfel den Abstand im Rahmen halten konnte, war Giro-Sieger Vingegaard, der mit 30 Sekunden Rückstand als Zweiter über die Bergwertung kam. Dahinter hatten Lipowitz, Frankreichs Zukunftshoffnung Seixas und del Toro bereits 1:30 Minuten Rückstand. So ging es in die letzte Abfahrt, ehe der letzte von 5 Anstiegen nach Gavarnie-Gédre auf die Fahrer wartete. Dort konnten auch Evenepoel, Juan Ayuso, Lenny Martinez, Mattias Skjelmose und Sepp Kuss zu den Verfolgern aufschließen.
Neuer Tourmalet-Rekord
Besonders beeindruckend ist Pogacars Leistung mit einem Blick in die Geschichtsbücher. 2023 hat der Slowene und Vingegaard den Giganten der Pyrenäen in einer Zeit von 45 Minuten und 32 Sekunden erklommen. Dieses Mal pulverisierte er diese Bestzeit mit 43 Minuten und 12 Sekunden um eindrucksvolle 2 Minuten.
Die Machtdemonstration ging auf der Abfahrt weiter. Dort holte er noch einmal 30 Sekunden auf Vingegaard gut und ging mit über einer Minute Vorsprung in den letzten Anstieg des Tages.
Sturz-Schock und Aufgaben
Wie sehr die Fahrer bereits in der ersten Woche der großen Schleife ans Limit gehen, zeigte auch, dass Bergspezialist Cian Ujdebroeks krankheitsbedingt aufgeben musste. Auch Gesamtführender Torstein Traeen hatte Probleme. Bei der Abfahrt vom Tourmalet verlor er kurz die Konzentration, fuhr in seinen Teamkollegen rein und kam zu Sturz. Nach ärztlicher Behandlung konnte der norwegische Sensationsmann allerdings unter starken Schmerzen weiterfahren.
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Doch das beeindruckte Pogacar alles nicht, er fuhr in einer eigenen Liga weiter dem Sieg entgegen und konnte bis zu seiner Zielankunft einen unglaublichen Solo-Ritt hinlegen und triumphierte am Ende des Tages 2:38 Minuten vor Jonas Vingegaard. Als Dritter fuhr Del Toro vor Evenepoel mit 2:57 Minuten Rückstand als erster der Verfolgergruppe über die Ziellinie.
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