Längstes Wimbledon-Viertelfinale

Djokovic erkämpft nach Rekord-Match Sinner-Showdown

Tennisspieler jubelt auf Rasenplatz, Zuschauer klatschen im Hintergrund, Spielstand ist sichtbar.
© Getty Images
Jannik Sinner bleibt ein Drama wie bei den Tennis-French-Open in Wimbledon bisher erspart.
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Trotz hoher Temperaturen um die 30 Grad ist der Vorjahressieger weiter im Titelrennen, nachdem er am Dienstag den Deutschen Jan-Lennard Struff im Viertelfinale in drei Sätzen eliminierte. Indes gewann Paris-Sieger Alexander Zverev sein tags zuvor abgebrochenes Achtelfinale gegen den Tschechen Jiri Lehecka 6:4,7:5,3:6,7:6(6). Novak Djokovic besiegte Felix Auger-Aliassime in fünf Sätzen und dem längsten Wimbledon-Viertelfinale der Geschichte.

Sinner bezwang Struff mit 7:5,7:6(4),6:3, nach 2:35 Stunden war das Match vorbei. Der deutsche Kämpfer war bei seinem 47. Grand-Slam-Auftritt im Alter von 36 Jahren zum ältesten Spieler der Profi-Ära geworden, der sein erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht hatte. Alle Hoffnungen, die der Weltranglisten-74. möglicherweise gehegt hatte, wurden vom Topgesetzten auf brutale Weise zunichte gemacht.

Ernsthaft knapp wurde es nur im zweiten Satz, als der Südtiroler einen Satzball abwehren musste. In der Pariser Hitze war Sinner in der zweiten Runde kurz vor dem angestrebten Matchgewinn noch körperlich eingebrochen und ausgeschieden. Seit seinem Triumph im All England Club vor zwölf Monaten hat der 24-Jährige keinen weiteren Grand-Slam-Titel mehr gewonnen.

Djokovic schon wieder im Halbfinale

Damit wird Sinner seine Karten im Halbfinale am Freitag gegen den siebenfachen Champion Djokovic definitiv aufdecken müssen. Der Serbe setzte sich in einem dramatischen Kampf über mehr als fünf Stunden 7:6(10),3:6,6:3,6:7(4),7:6(14) gegen den an dritter Stelle gesetzten Auger-Aliassime durch. Djokovic hat seit neun Jahren in Wimbledon immer mindestens das Halbfinale erreicht.

Angstgegner Fritz wartet auf Zverev

Zverevs Achtelfinale war am Montagabend bei einer 2:0-Satzführung und dem Stand von 3:3 im dritten Satz vertagt worden, weil in Wimbledon nur bis zur Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit gespielt wird. Bei der Wiederaufnahme in der Hitze am Nachmittag konnte der Deutsche zunächst nicht an seine zuvor souveräne und selbstbewusste Leistung anknüpfen. Während sich der Tokio-Olympiasieger abmühte, startete Lehecka mit drei schnellen Spielen zum Satzgewinn furios. Zverev wirkte dagegen energielos und nicht so frisch wie am Abend davor.

Im vierten Durchgang entschied die Nummer drei der Welt aber nach einem engen Tiebreak das Duell mit dem tschechischen Weltranglisten-14. für sich. Am Mittwoch wartet auf Zverev nun das Duell mit seinem Angstgegner Taylor Fritz: Sieben Partien nacheinander und mehr als zwei Jahre hindurch hat er gegen den Weltranglisten-Siebenten verloren.

Gauff hofft auf dritten Grand-Slam-Titel

Die zweimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Coco Gauff steht zum ersten Mal im Halbfinale von Wimbledon. Die 22-Jährige setzte sich im US-amerikanischen Viertelfinale gegen die zehn Jahre ältere Jessica Pegula mit 4:6,6:3,6:3 durch. Gauff triumphierte 2023 bei den US Open und 2025 bei den French Open und kann in Wimbledon weiter auf ihren dritten Grand-Slam-Titel hoffen. Im Halbfinale tritt die US-Amerikanerin gegen Karolina Muchova an. Die Tschechin behauptete sich mit 7:6(4),6:4 gegen die frühere Weltranglisten-Erste Naomi Osaka aus Japan.

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