Nikolaus Forgó

Experte über KI: "Todesszenario ist Marketing-Strategie"

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In der ZiB 2 wurde diskutierte Armin Wolf mit einem Rechtsexperten über KI-Richtlinien.
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US-Präsident Donald Trump will trotz Warnungen vor existenziellen Risiken Künstlicher Intelligenz die Aufsicht über die Technologie ihren Entwicklern selbst überlassen.

Die Unternehmen würden sich selber kontrollieren, sagte Trump nach einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen (darunter Mark Zuckerberg) in Washington. Er sieht ausreichenden Schutz durch wirtschaftliche Interessen der US-Firmen. "Ihre Unternehmen stehen auf dem Spiel, wenn etwas schiefgeht. Sie werden das nicht zulassen."

Mark Zuckerberg und Donald Trump sprechen über KI. © APA/AFP/KENT NISHIMURA

Diskussion über KI

Nun ist eine hitzige Diskussion darüber entbrannt, ob das wirklich reiche. In der ZiB wurde IT-Rechtswissenschaftler Nikolaus Forgó von Armin Wolf dazu befragt.

Seit 250 Jahren gebe es einen Unterschied zwischen Recht und Moral, so der Experte. Forgó sieht viele Risiken und vor allem die Interessen der Unternehmen, von denen einige bald an die Börse gehen werden. Selbstregulierung sei kein funktionierendes Konzept, so Forgó, er kenne zumindest keines.

Wie Tabakindustrie

Wolf vergleicht KI mit der Tabakindustrie, die auch jahrelang über die Nebenwirkungen gelogen habe. Für Forgó durchaus ein möglicher Vergleich, doch die KI habe auch gute Eigenschaften.

Reale Gefahr

Für Forgó sei das Untergangsszenario ein Teil der KI-Marketingstrategie. "Man mache bekannt, wie potent das Produkt sei." Ernsthafte Gefahren bringe es aber jedenfalls und müsse darum reguliert werden. Wolf will wissen, ob eine Regulierung überhaupt möglich sei. "Eine reale Gefahr", so Forgó, sei die " KI, wenn sie bei kriegerischen Handlungen eingesetzt werde".

Viele Länder haben kein Interesse an der Regulierung. Die Durchsetzung des AI-Acts hat sich immer weiter verzögert. Wie so oft in Europa sind wir gut im detailliert Regulieren, aber nicht gut im Durchsetzen." Schwierig sei es, außereuropäische Länder zu regulieren. Man hoffe darauf, dass es nicht zu gefährlich werde, so Forgó.