Recycling-Falle

Experten warnen: Finger weg von schwarzem Plastik im Supermarkt

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Beim Einkauf greifen viele zu nachhaltigen Produkten, doch das Verpackungsmaterial bereitet Sorgen. Insbesondere schwarze Kunststoffe schaden dem Klima, da sie im Recyclingprozess kaum erkannt werden.
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Hersteller nutzen schwarze Verpackungen gerne, da diese edel wirken. Verpackungsingenieurin Flora Fliegner nennt sie den "schönsten Fehlkauf fürs Klima", wie Der Westen berichtet. Weil die Sortieranlagen das Material technisch oft nicht erfassen, schließt sich der Kreislauf nicht.

Teure Technik

Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau erklärt Fliegner, dass eine Umrüstung der Anlagen zwar möglich wäre, aber hohe Kosten verursacht. Ohne wirtschaftliche oder politische Anreize fehlt den Betrieben jedoch die Motivation zum Investieren. Zudem warnt sie vor Greenwashing, da selbst modernste Techniken in der Praxis nicht flächendeckend für eine Wiederverwertung sorgen.

Konsequenzen für den Restmüll

Betroffene Konsumenten stehen vor einem Dilemma. Fliegner empfiehlt daher, schwarze Kunststoffe möglichst zu meiden und im Zweifelsfall direkt in den Restmüll zu geben.

Neue EU-Vorgaben

Seit dem 12. August gilt in Österreich die neue EU-Verpackungsverordnung, welche strengere Grenzwerte und höhere Quoten vorschreibt. Während die Bundesregierung darin einen wichtigen Meilenstein sieht, kritisiert Janine Korduan vom Umweltverband BUND den zu geringen Fokus auf Abfallvermeidung und Mehrwegsysteme.