Wegen Fahrlässigkeit
Explosion in Pyro-Firma: Jetzt ermittelt Polizei
NÖ. Nach der Explosion in einem Pyrotechnik-Unternehmen in Winzendorf-Muthmannsdorf (Bezirk Wiener Neustadt), in dem zum Beispiel Zündsysteme für Airbags und Gurtstraffer produziert werden, wird dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung nachgegangen. Ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter läuft, bestätigt die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Laut Polizei gilt eine chemische Reaktion in einem Abfallbehälter im Labor der Firma als Auslöser.
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Welche Substanzen miteinander reagierten und wie es zur Explosion kommen konnte, ist demnach noch Gegenstand von Untersuchungen. Der Vorfall hatte sich bei der Firma Astotec Pyrotechnic Solutions ereignet. Zur Werkshalle ausgerückt waren Donnerstagmittag mehr als 100 Mitglieder von 13 Feuerwehren, 28 Fahrzeuge wurden aufgeboten. Relativ rasch wurden die Flammen im Innen- und Außenangriff unter Kontrolle gebracht. Ein 45-jähriger Mitarbeiter wurde schwer verletzt und per Notarzthubschrauber in das Wiener AKH geflogen.
Aufgetaucht sind indes Vorwürfe von Mitarbeitern, die unter anderem einen früheren Vorfall im Werk der Astotec Pyrotechnic Solutions behandeln. Laut ORF NÖ passierte dieser Arbeitsunfall am 29. Juni. Bei der Mischung eines technischen Satzes dürfte es damals zu einer chemischen Reaktion gekommen sein. Die genaue Ursache sei noch nicht bekannt. Das Unternehmen selbst verwies auf das laufende Ermittlungsverfahren.