Ferrari-Flirt

F1-Hammer: Horner plant Angriff auf Wolff

© NurPhoto via Getty Images
Christian Horner will zurück in die Formel 1. Ferrari ist sein großer Traum – doch auch mit seinem alten Rivalen Toto Wolff hat der Ex-Red-Bull-Boss offenbar noch eine Rechnung offen.
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Christian Horner meldet sich zurück – und seine Kampfansage könnte für neue Brisanz in der Formel 1 sorgen. Mehr als ein Jahr nach seinem Aus bei Red Bull denkt der 52-Jährige offen über ein Comeback nach. Dabei hat er nicht nur Ferrari im Blick, sondern offenbar auch seinen langjährigen Rivalen Toto Wolff.

Horner will Wolff wieder herausfordern

"Ich habe das Gefühl, dass noch ein weiterer Tanz in mir steckt", sagt Horner im Interview mit der britischen "Times". Nach 21 Jahren als Red-Bull-Teamchef reicht ihm allerdings nicht irgendein Job.

AUTODROMO NAZIONALE MONZA, ITALY - SEPTEMBER 11: Christian Horner, Team Principal, Red Bull Racing, and Toto Wolff, Team Principal and CEO, Mercedes AMG during the Italian GP at Autodromo Nazionale Monza on Sunday September 11, 2022 in Monza, Italy. (Photo by Mark Sutton/Sutton Images) © Sutton Images

Normalerweise würde Horner nur zurückkehren, wenn er sich auch als Anteilseigner an einem Rennstall beteiligen kann. Ein Modell, das ausgerechnet Wolff bei Mercedes bereits lebt.

Dass die jahrelange Rivalität noch nicht vergessen ist, macht Horner mit einer deftigen Ansage deutlich: "Toto muss verdammt nochmal ordentlich die Haare zerzaust bekommen", scherzt der Brite.

Horner und Wolff lieferten sich während der großen Titelduelle zwischen Red Bull und Mercedes jahrelang auch abseits der Rennstrecke verbale Scharmützel. Ein Horner-Comeback würde damit auch eines der bekanntesten Chef-Duelle der jüngeren Formel-1-Geschichte wiederbeleben.

Für Ferrari wirft Horner seinen Plan um

Bei einem einzigen Rennstall würde Horner sogar auf seine Forderung nach Anteilen verzichten: Ferrari. "Ferrari ist die größte Marke in der Formel 1. Das ist der Traum", sagt er und bezeichnet die Scuderia als "schlafenden Riesen".

Ganz neu ist der Flirt nicht. Bereits vor mehr als 15 Jahren soll ein gemeinsamer Wechsel Horners mit Technikgenie Adrian Newey nach Maranello Thema gewesen sein. Auch im Mai 2025 gab es Medienberichte über eine Kontaktaufnahme von Ferrari.

Damals reagierte Horner noch mit Humor: "Mein Italienisch ist schlechter als das Englisch von Flavio Briatore. Wie sollte das funktionieren?"

Auch Alpine und Aston Martin waren Thema

Ferrari ist nicht die einzige Spur. In den vergangenen Monaten wurde Horner mit einem möglichen Einstieg bei Alpine in Verbindung gebracht. Auch über ein Angebot von Aston Martin wurde berichtet. Konkret geworden ist bislang keine dieser Varianten.

Finanziell steht Horner jedenfalls nicht unter Zugzwang. Nach seinem vorzeitigen Aus bei Red Bull im Juli 2025 soll er aufgrund der langen Restlaufzeit seines Vertrages eine Abfindung von rund 90 Millionen Euro erhalten haben.

"Ich bin in der sehr privilegierten Position, dass ich es mir leisten kann, wählerisch zu sein", sagt Horner. Am 22. Oktober erscheinen seine Memoiren "Drive".