Aufstieg im Eiltempo
Felix Bacher: Vom Stürmer zum Abwehrchef in Frankreichs Elite
Wien. Teamchef Ralf Rangnick setzte im Nations-League-Auswärtsspiel am Sonntag im Kosovo auf Felix Bacher in der Startformation. Der Osttiroler bildete gemeinsam mit Kevin Danso das neue Innenverteidiger-Duo der Nationalmannschaft. Für den 25-Jährigen ist es nach Einsätzen in sämtlichen Nachwuchsauswahlen von der U18 bis zur U20 die erste Nominierung für die A-Auswahl des ÖFB-Teams.
Der Weg zu Olympique Lyon
Seine Laufbahn begann beim SC Schwaz und führte über die Jugend des FC Wacker Innsbruck sowie die AKA Tirol in den Profifußball. Nach Stationen bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg und 75 Bundesliga-Einsätzen für die WSG Tirol wechselte der Abwehrspieler 2024 nach Portugal zu GD Estoril Praia. Nach 57 Spielen in der Primeira Liga sicherte sich der französische Spitzenverein Olympique Lyon im August 2026 für 4,3 Millionen Euro die Dienste des Innenverteidigers mit einem Vertrag bis 2031.
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Vom Stürmer zum ÖFB-Abwehr-Teamspieler
In Frankreich eroberte er auf Anhieb einen Stammplatz. Unter Trainer Paulo Fonseca profitiert er von einer mutigen Pressing-Philosophie mit aggressivem Mann-gegen-Mann-Verhalten, die starke Parallelen zum Spielstil unter Ralf Rangnick aufweist. Beim ÖFB-Medientermin im Camp in Windischgarsten zeigte sich Bacher überzeugt von den eigenen Qualitäten und genießt das Vertrauen des Trainerteams.
Seine fußballerische Ausbildung begann der Abwehrchef ursprünglich im Angriff: In der Kindheit ging er noch als Stürmer auf Torejagd, rückte in der U15 als Spielmacher ins Mittelfeld und fand schließlich im Abwehrzentrum seine ideale Heimat.
Erfolgreicher Einstand in Frankreich
Mit vier Siegen und zwei Unentschieden in seinen ersten sechs Pflichtspielen in der Meisterschaft und der Europa League blieb der Defensivakteur in Frankreich ungeschlagen. Beim 3:1 Sieg im Ligaspiel gegen AJ Auxerre Anfang September konnte sich der 25-jährige ehemalige Stürmer gar in die Torschützenliste eintragen.
Nach dem gelungenen Start auf Vereinsebene folgte nun der Premiereneinsatz im Nationalteam.