Lange Zeit war Ferrari der härteste Konkurrent von Mercedes in der aktuellen Formel-1-Weltmeisterschaft. Doch seit dem Sieg von Lewis Hamilton bei seinem Heimrennen in Großbritannien am 5. Juli gab es für den italienischen Traditionsrennstall nur noch einen einzigen Podestplatz.
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Zu wenig für die Ansprüche der Scuderia. Im Kreuzfeuer der Kritik steht erneut Teamchef Fred Vasseur. Seit langem kursieren Gerüchte, dass die Suche nach einem Nachfolger läuft. Laut Journalist Giorgio Terruzzi soll der 58-Jährige hinter vorgehaltener Hand bereits "Napoleon" genannt werden. Sein Führungsstil frustriert die Mitarbeiter zunehmend.
Zu Beginn der Saison sorgte Ferrari mit teuren Updates für Aufsehen, die auch umgehend den gewünschten Erfolg mit sich brachten. Doch mittlerweile dürfte die Stimmung zunehmend kippen. Auch Vasseurs Beziehung zu Ferrari-CEO Benedetto Vigna soll mittlerweile nicht mehr vorhanden sein.
Vasseur-Ende kündigt sich an
Das Ende der Ära Vasseur dürfte kurz bevorstehen, allerdings fehlt derzeit noch der geeignete Nachfolger. WEC-Boss Antonello Coletta will die Aufgabe nicht annehmen. Auch McLarens Andrea Stella ist zumindest für die kommende Saison nicht verfügbar. Auch deshalb geistert in Italien plötzlich wieder ein bekannter Name durch die Boxengasse: Christian Horner.
Das ehemalige Mastermind hinter dem rasanten Red-Bull-Aufstieg ist nach seinem Aus beim österreichischen Rennstall im Vorjahr weiter auf Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Das größte Problem dürfte sein, dass der 52-jährige Brite neben der Rolle als Teamchef auch Anteile an seinem neuen Team haben möchte.
Der ehemalige F1-Pilot Ricardo Patrese meinte in einem Interview angesprochen auf das Gerücht, dass Horner zwar ein Erfolgsgarant sei, allerdings ist es um einiges schwieriger, die Scuderia Ferrari zu leiten. "Horner ist ein guter Teamchef. Ich würde ihm zutrauen, einen guten Job zu machen", unterstreicht der italienische Ex-Rennfahrer.