Neues Statement

Fetzn-Klau: Rapid-Ultras haben Entscheidung getroffen

© GEPA pictures/ Philipp Brem
Nach der Wende um den gestohlenen "Fetzn" haben die Ultras Rapid ein Statement veröffentlicht. Der Block West spricht dabei von der wohl schwierigsten Phase der Gruppengeschichte.
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Der Block West beschreibt die Situation auf seiner Website als die "mit Abstand schwierigste Episode unserer Gruppengeschichte". Die Gruppe sei dabei sowohl wegen des Geschehens als auch betreffend der Zukunft sprichwörtlich zerrissen gewesen.

Verdacht auf geplanten Angriff

Der erste Verdacht, dass man das Ziel eines geplanten Angriffs geworden sei, habe sich nicht bestätigt. Stattdessen haben sich die Anzeichen verdichtet, dass es sich um eine Zufallstat im kriminellen Milieu gehandelt hat.

Dank an europäische Rivalen

Gestützt wurde diese Vermutung durch Rückmeldungen zahlreicher Szenen aus verschiedenen europäischen Städten, die versicherten, nicht an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein. Für diese proaktive Kontaktaufnahme bedankt sich die Rapid-Szene und spricht den betreffenden Rivalen ihren ehrlichen Respekt aus.

Unterstützung durch Fans aus Italien

Einen besonderen Dank richtet der Block West an die Ultras-Szene von Veneziamestre. Diese habe vor Ort gemeinsam mit den Wiener Fans alles auf den Kopf gestellt, um die Täter ausfindig zu machen und die erfolgreiche Rückholung der zwei Transparente zu ermöglichen.

Das Statement im Wortlaut:

In den folgenden Zeilen möchten wir auf die mit Abstand schwierigste Episode unserer Gruppengeschichte eingehen.

Wie allseits bekannt, kam uns letztes Wochenende neben einem Jubiläumsfetzn mit Gate 13 eines der wichtigsten Transparente unserer Gruppe abhanden. Für diesen Fehler gibt es keine Entschuldigung.

Wir waren sprichwörtlich zerrissen, sowohl wegen des Geschehenen, als auch betreffend der Zukunft unserer Gruppe.

In den ersten Stunden gingen wir stark davon aus, Ziel eines geplanten Angriffs einer verfeindeten Gruppe geworden zu sein. Mit der Zeit verstärkten sich aber die Anzeichen in Richtung einer Zufallstat und wir vermuteten die Täter im kleinkriminellen Milieu rund um Venedig.

Dies wurde vor allem durch Nachrichten aus mehreren Städten Europas genährt. Einige bedeutende Szenen meldeten sich und versicherten uns, nicht involviert zu sein. Für diese proaktive Kontaktaufnahme wollen wir uns hiermit bei den betreffenden Rivalen bedanken und ihnen unseren ehrlichen Respekt aussprechen.

In weiterer Folge gilt unser allergrößter und immerwährender Dank den Ultras von Veneziamestre, die vor Ort gemeinsam mit uns im wahrsten Sinne des Wortes alles auf den Kopf gestellt haben, um erstens die Täter ausfindig zu machen und zweitens die erfolgreiche Rückholung der beiden Transparente zu ermöglichen.

Wir werden aus dieser Geschichte unsere Lehren ziehen, hinterfragen uns wie noch nie und gehen trotzdem gestärkt daraus hervor.

Abschließend bedanken wir uns bei der, in diesem Fall wirklich bemerkenswert und nahezu vollständig zusammenstehenden, Rapid-Familie für den spürbar unterstützenden Rückenwind sowie bei vielen namhaften Ultrasgruppen aus dem In- und Ausland für ihren Zuspruch und ihre aufbauenden Worte. Befreundete wie in Rivalität stehende Gruppen haben uns durch die knapp 64 Stunden getragen und somit ein Umschreiben dieser Geschichte mitermöglicht.

Ultras Rapid Block West 1988