Vorfeld-Kollision

Fiat Panda rammt auf Flughafen Privatjet

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Der Zusammenstoß führte zu einer rund 40-minütigen Unterbrechung des Flugbetriebs. Zwei ankommende Flüge mussten auf nahe gelegene Flughäfen umgeleitet werden.
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Italien. Ein ungewöhnlicher Zwischenfall hat am Montag den Flugbetrieb am Mailänder Flughafen Linate vorübergehend lahmgelegt. Ein weißer Fiat Panda eines Flughafen-Dienstleisters kollidierte auf dem Vorfeld mit einem Privatjet, der sich auf dem Weg zur Startbahn befand. Der Zusammenstoß führte zu einer rund 40-minütigen Unterbrechung des Flugbetriebs. Zwei ankommende Flüge mussten auf nahe gelegene Flughäfen umgeleitet werden.

Aufnahmen der Sicherheitskameras am Flughafen zeigen den Ablauf des Unfalls. Der Privatjet bewegte sich demnach wie von der Flugsicherung genehmigt über das Vorfeld. Plötzlich tauchte von links der weiße Panda auf und fuhr offenbar ohne zu bremsen weiter. Die Fahrzeuge kollidierten. Nach ersten Einschätzungen hätte der Fahrer des Dienstfahrzeugs den herannahenden Jet sehen können. Deshalb wird unter anderem geprüft, ob es sich um einen medizinischen Notfall oder um eine Ablenkung gehandelt haben könnte, beispielsweise durch die Nutzung eines Mobiltelefons. Die genaue Ursache des Unfalls ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Gewerkschaft beklagen wachsende Sicherheitsprobleme auf italienischen Flughäfen

Der Zusammenstoß hätte nach Einschätzung von Fachleuten auch schwerwiegendere Folgen haben können. Wäre das Fahrzeug nur wenige Sekunden früher an der Kollisionsstelle gewesen oder mit einem größeren Flugzeug zusammengestoßen, hätte der Unfall deutlich gefährlicher ausgehen können.

Wegen des Zwischenfalls wurde der Betrieb am Flughafen Linate für etwa 40 Minuten unterbrochen. In dieser Zeit rückten Rettungskräfte an, die Unfallstelle wurde untersucht und die Umstände des Zusammenstoßes wurden aufgenommen. Zwei Flüge mussten deshalb auf andere Flughäfen ausweichen: Ein Airbus A220 der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways wurde nach Bergamo umgeleitet, ein Airbus A321neo der niederländischen KLM nach Mailand-Malpensa.

Die Gewerkschaft Fast Confsal sieht in dem Vorfall ein Zeichen für wachsende Sicherheitsprobleme auf den Vorfeldern italienischer Flughäfen. Sie verweist dabei auch auf einen weiteren Unfall zwischen einem Bodenfahrzeug und einem Flugzeug, der sich wenige Tage zuvor in Neapel ereignet hatte.