Der Krimi um die Spitze des Weltfußballs geht weiter. Nach dem gescheiterten Plan, die Weltmeisterschaften zu privatisieren und damit Milliarden zu verdienen, steht Präsident Gianni Infantino (56) stark in der Kritik, will aber im März dennoch wiedergewählt werden.
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Die Führungen der Dachverbände von Europa (UEFA/55 Mitgliedsverbände), Asien (AFC/46) und Nord- und Mittelamerika (CONCACAF/35) stellten sich mittlerweile klar gegen Infantino, der 2027 seine Wiederwahl anstrebt. Zusammen stellen sie 136 der 211 Mitgliedsverbände. Allerdings ist die Opposition nicht vollständig geeint.
Die Wahlen finden im März in Marokko statt. Im ersten Wahlgang wären zwei Drittel (140 Stimmen) erforderlich, im zweiten Wahlgang genügt eine Mehrheit von über 50 Prozent (105 Stimmen). Einige asiatische Länder sowie Mexiko aus der CONCACAF-Zone unterstützen den umstrittenen Schweizer weiterhin. Weite Teile Afrikas (54 Mitglieder) halten zum umstrittenen FIFA-Chef, die südamerikanische Konföderation (CONMEBOL) mit 10 Mitgliedsverbänden zeigte sich zurückhaltend. Die UEFA - der größte und mit Abstand mächtigste Dachverband - droht aber weiter offen mit einem WM-Boykott.
Kampf um Stimmen
Doch im Kampf um die Stimmen könnte Infantino nun den entscheidenden Treffer erzielt haben, um sein Ziel zu erreichen. Der ozeanische Fußballverband (OFC) mit elf Mitgliedern hat sich nach einer Sitzung ihres Exekutivkomitees auf Fidschi nun offiziell zum 56-jährigen Schweizer bekannt. Damit würde er wohl die entscheidenden Stimmen für sich gewinnen.
Am Freitag erklärte man, dass sie die "im letzten Jahrzehnt erzielten Fortschritte" der FIFA würdigen. Allerdings könnte es hier noch zur großen Trennung kommen. Denn ausgerechnet Neuseeland, das größte Mitglied der OFC, schwimmt in Ozeanien gegen den Strom.
"Nach sorgfältiger Abwägung ist New Zealand Football zu der Auffassung gelangt, dass Entscheidungen und Maßnahmen innerhalb der FIFA zu einem Vertrauensverlust und einer zunehmenden Spaltung im internationalen Fußball beigetragen haben und dass eine unabhängige Überprüfung erforderlich ist, um das Vertrauen wiederherzustellen", erklärte NZF.