Beim Supercup

Auf UEFA-Seite: ÖFB schießt gegen Infantino

ÖFB-Boss Josef Pröll (l.) mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin beim Supercup in Salzburg
© Getty Images
Beim UEFA Supercup in Salzburg trafen sich die Köpfe des Widerstands gegen Infantino.
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Nach seinen Versuchen die WM an private Investoren zu verkaufen, versucht die UEFA FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich zum Rücktritt zu bewegen.

Als wichtiges Meeting galt seit längerem der UEFA Supercup in der Bullen-Arena am Mittwoch. PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi und UEFA-Boss Aleksander Ceferin führen die Bewegung gegen Infantino an.

ÖFB steht demonstrativ hinter der UEFA

Der ÖFB steht klar an ihrer Seite, wie auch die Nähe von Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll beim Spiel zeigte. Der ÖFB indes sich in einer Aussendung "felsenfest" hinter die Linie der oppositionellen UEFA.

"Der ÖFB steht vollinhaltlich und felsenfest hinter der Linie der UEFA. Der ÖFB war ein integrativer und aktiver Teil der Gespräche sowie der Beschlussfassung der 55 Mitgliedsverbände", erklärte Pröll nach Gesprächen mit Ceferin.

"Das geschlossene Vorgehen der europäischen Verbände sendet ein starkes Signal der Verantwortung und des Zusammenhalts." Für den ÖFB sei es von zentraler Bedeutung, dass die vorgesehenen internen Entscheidungswege konsequent eingehalten und die zuständigen Gremien ordnungsgemäß eingebunden werden.

Weltfußball bei Infantino gespalten

Der unter Druck stehende Infantino kann sich im schwelenden Machtkampf im Weltfußball der Unterstützung von zumindest sechs arabischen Verbänden sicher sein. Katar und Marokko, Mitausrichter der WM 2030, Ägypten, Libanon, Sudan und Mauretanien sagten Infantino am Donnerstag offiziell ihre Unterstützung zu.

Infantino mit Trump
Infantino mit Trump © getty

Die Führungen der Dachverbände von Europa (UEFA/55 Mitgliedsverbände), Asien (AFC/46) und Nord-und Mittelamerika (CONCACAF/35) stellten sich mittlerweile klar gegen Infantino, der 2027 seine Wiederwahl anstrebt. Zusammen stellen sie 136 der 211 Mitgliedsverbände. Allerdings ist die Opposition nicht vollständig geeint.

Einige asiatische Länder sowie Mexiko aus der CONCACAF-Zone unterstützen den umstrittenen Schweizer weiterhin. Weite Teile Afrikas (54 Mitglieder) halten zum umstrittenen FIFA-Chef, die südamerikanische Konföderation (CONMEBOL) mit 10 Mitgliedsverbänden zeigte sich zurückhaltend. Die UEFA - der größte und mit Abstand mächtigste Dachverband - droht aber weiter offen mit einem WM-Boykott.

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