Der US-Kreditkartenkonzern American Express streicht trotz gut laufender Geschäfte rund 3.500 Stellen. Konzernchef Steve Squeri versucht auf diese Weise die steigenden Kosten im Griff zu halten. Das entspreche fünf Prozent der insgesamt 78.000 Beschäftigten, sagte der Manager am Freitag Bloomberg TV. Mit dem Stellenabbau ist American Express im Finanzsektor nicht allein.
Gerade erst kündigte die britische Bank Barclays die Streichung von 5.000 Jobs an, und auch die US-Bank Citigroup hat im großen Stil Stellen gekürzt. An der Börse reagierten die Anleger auf die Quartalszahlen des Konzerns. Während Squeri sein Gewinnziel für 2026 anhob, hatten Analysten mit noch höheren Kartenumsätzen der Kunden gerechnet. Die American-Express-Aktie verlor kurz nach Handelsstart in New York drei Prozent
Kahlschlag
Während Roboter und Algorithmen die Arbeit übernehmen, wird in den Büros abgebaut. (auch andere Finanzinstitute streichen tausende Jobs).
Fast fünf Prozent der gesamten Belegschaft von "Barclays" stehen vor dem Aus. Ein Fünftel der Jobs sei bereits weggefallen, die übrigen 4.000 sollten bis Ende des Jahres gestrichen werden, melden Agenturen.
Finanzchefin (CFO) Anna Cross erklärte, rund 60 Prozent des geplanten Stellenabbaus entfielen auf unterstützende Funktionen, etwa im Bereich der Softwareentwicklung.
Mehr Geld für das Asien-Geschäft
Kurios: die Bank schwimmt eigentlich im Geld. Der Gewinn vor Steuern schoss im letzten Quartal um satte 12 Prozent auf 2,3 Milliarden Pfund nach oben. Weil die Kassen so gut gefüllt sind, gibt es vonseiten der Chefetage sogar noch einen 500-Millionen-Pfund Aktien-Rückkauf.
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Dahinter steckt eine tiefgreifende Umstrukturierung: Denn Barcays schichtet intern sein Kapital um, damit die Kreditausgabe an Hedgefonds in Asien ausgeweitet werden kann, berichtet "Bloomberg". KI habe die Effizienz bereits so weit gesteigert, dass die Kosten "strukturell gesenkt" werden können, um "Kapazitäten für Investitionen zu schaffen", schreibt das "Handelsblatt".