Wenn wir Produkte für Babys oder Kleinkinder kaufen, verlassen wir uns gerne darauf, dass sie sicher sind. Immerhin werden sie Tests unterzogen. Achtung, in der Realität ist nicht jedes Produkt wirklich babysicher. Es zeigen sich immer wieder Mängel!
Hier droht Gefahr
Haben Kinderbetten zu große Gitterabstände, können kleine Kinder leicht mit dem Kopf stecken bleiben. Kordeln an Kleidung können zu Strangulation führen - die Liste mit potenziellen Risiken ist erschreckend lang. Verbraucherorganisationen haben gemeinsam mit Expert:innen der ANEC – einer europäischen Organisation, die die Interessen der Konsument:innen in der Normung vertritt – zehn Produktgruppen mit besonderen Sicherheitsrisiken identifiziert.
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Achtung vor diesen Babyprodukten
Auf der Liste landen einige Produkte, die sich großer Beliebtheit erfreuen, darunter Badesitze für Babys, Lauflernhilfen und Beißketten. Die Risikoprodukte im Überblick:
- Selbstfütterungskissen: Sie sollen Babys das selbständige Trinken ermöglichen. Da Milch aber auch dann weiterfließen kann, wenn das Baby nicht schluckt, besteht Erstickungsgefahr. Modelle, die um den Hals gelegt werden, bergen zusätzlich ein Strangulationsrisiko. In Kanada, Australien und Irland sind sie verboten.
- Baby-Badesitze: Sie können umkippen oder dazu führen, dass das Kind mit dem Kopf unter Wasser gerät. Zudem vermitteln sie ein trügerisches Sicherheitsgefühl und können dazu verleiten, ein Baby kurz unbeaufsichtigt zu lassen.
- Baby-Nackenschwimmringe: Die um den Hals getragenen Ringe sollen Babys im Wasser aufrecht halten. Sie bergen jedoch die Gefahr des Ertrinkens oder Erstickens und können den empfindlichen Nacken belasten oder verletzen.
- Schlafpositionierer: Sie sollen Babys in einer bestimmten Schlafposition halten. Verrutschen sie oder dreht sich das Baby, können sie die Atmung behindern und Erstickungsgefahr droht. Medizinisch notwendige Lagerungshilfen, die unter fachlicher Anleitung eingesetzt werden, sind hier nicht gemeint.
- Sensorische Schaukeln: Die meist an einem Punkt aufgehängten Schaukeln aus weichen Materialien können dazu führen, dass sich Kopf oder Hals des Kindes beim Drehen oder Schaukeln im Stoff oder in der Öffnung verfangen. Das kann im schlimmsten Fall zu Bewusstlosigkeit oder zum Tod führen.
- Beißketten: Ob aus Bernstein, Holz, Marmor oder Silikon – Beißketten bergen Strangulations- und Erstickungsgefahr. Reißt die Kette, können zudem einzelne Perlen verschluckt werden. Das Risiko gilt grundsätzlich für Ketten, die von Kindern getragen werden.
- Lauflernhilfen: Sie ermöglichen Babys, sich schnell fortzubewegen – auch in Richtung Treppen oder anderer Gefahrenstellen. Stürze können schwere Verletzungen verursachen. Zudem können Lauflernhilfen die natürliche motorische Entwicklung beeinträchtigen. In Kanada sind sie verboten.
- Gewichtete Schlafsäcke: Sie sollen Babys durch zusätzlichen Druck zu einem besseren Schlaf verhelfen. Das Gewicht kann jedoch die Atmung und die Herzfunktion beeinträchtigen. Verrutscht es und bedeckt Mund oder Nase, besteht Erstickungsgefahr.
- Pucksäcke: Sie schränken die Armbewegungen von Babys ein. Dreht sich das Baby auf den Bauch, kann es sich dadurch möglicherweise nicht zurückdrehen. Auch ein Herunterrutschen im Pucksack kann zur Erstickungsgefahr führen.
- Haarbänder (mit Schleifen): Elastische Bänder, die um den Kopf von Babys gelegt werden, um Haare zurückzuhalten oder die als Accessoire dienen. Verrutschen sie, können sie Mund oder Nase bedecken und die Atmung behindern – insbesondere, wenn das Baby unbeaufsichtigt ist. Schleifen, Perlen oder andere Verzierungen können sich lösen und verschluckt werden.
Wir wollen für unsere Babys nur das Beste. Vor dem Kauf der Ausstattung fürs Kind sollten Eltern sich also gut informieren, ob die Produkte wirklich sicher sind. Besonders bei billigen Alternativen aus dem Internet ist Vorsicht geboten.