Ukraine

Firmen nutzen Schlachtfelddaten für KI-Drohnen

© APA/AFP/VLADYSLAV MUSIIENKO
Britische Unternehmen dürfen zukünftig Daten von ukrainischen Schlachtfeldern für die Entwicklung neuer KI-Modelle für Drohnenschwärme nutzen.
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Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Premierminister Andy Burnham und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ermöglicht den Zugriff auf eine Datenbank mit Bildern und Videos von unbemannten Flugsystemen, teilte die britische Regierung am Freitag mit.

Die Datenbank enthält demnach mehr als sechs Millionen erfasste Objekte wie Panzer, Artillerie und Luftabwehrsysteme. Drohnenschwärme agieren mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) autonom, wobei laut Regierungsangaben stets Menschen in die Einsätze eingebunden sind. Bis zu zwölf britische Firmen können sich um den Zugang bewerben.

Selenskyj warnt: Finanzierung von Drohnen gefährdet

Präsident Volodymyr Zelenskyj. © EPA

Das ukrainische Haushaltsloch von umgerechnet über 23 Milliarden Euro gefährdet laut Präsident Selenskyj die Finanzierung von kriegswichtigen Drohnenkäufen. "Wenn wir sie nicht im Oktober und November bestellen und bezahlen, dann werden wir ernsthafte Probleme im Jänner und Februar haben", sagte der Staatschef zu Medien in Kiew.

Etwas mehr als ein Drittel der Finanzierungslücke betreffe Drohnenkäufe für die ersten drei Monate 2027. Selenskyj rief dabei die Europäische Kommission auf, die nächsten Zahlungen aus einem im April bereitgestellten Kredit über 90 Milliarden Euro schneller zu überweisen.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit massiver westlicher Unterstützung gegen eine großangelegte russische Invasion. Mit weitreichenden Drohnen attackiert das ukrainische Militär immer wieder vor allem Anlagen der russischen Ölindustrie, um Russland die Finanzierung des Krieges zu erschweren.