Dramatische Szenen
Flammen-Hölle: Urlauber über das Meer evakuiert
Die Urlauber, viele von ihnen mit Kindern auf dem Arm und in Badebekleidung, wurden am Donnerstag laut Berichten des Senders ERT mit 15 kleinen Notfall-Booten in der Urlaubsregion Chalkidiki evakuiert. Am Abend erklärten die Behörden, die Lage sei wieder unter Kontrolle.
Die griechische Zivilschutzbehörde hatte zuvor per Telefon Evakuierungsaufforderungen an die Menschen in den beiden Ferienorten Siviri und Fourka verschickt, nachdem sich die Flammen über die Halbinsel Chalkidiki südlich der Stadt Thessaloniki ausbreiteten.
Einziger Fluchtweg
Innerhalb weniger Stunden nach Ausbruch des Feuers näherte sich der Brand den Häusern rund um Siviri und Fourka, die im Sommer voller Touristen sind. Typisch für die Region sind leicht entflammbare Kiefernwälder. Die Flammen kamen einem Feuerwehrsprecher zufolge gefährlich nah an die Strände heran. Die Evakuierung über das Meer sei daher der einzig mögliche Fluchtweg gewesen.
Aufnahmen von ERT zeigten dutzende Menschen stehend auf einem im Wasser treibenden Ponton, die auf Rettung warteten, während Rauch den Himmel über den Ferienorten verdunkelte. Zudem kam es zu Staus auf den Straßen, da viele Menschen versuchten, den Flammen in Fourka und Siviri auf dem Landweg zu entkommen.
Mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz
Den ganzen Tag über kämpften mehr als 200 Feuerwehrleute und 57 Fahrzeuge gegen die Flammen, wie die Feuerwehr im Onlinedienst X mitteilte. Sie wurden demnach unterstützt von neun Löschflugzeugen und sieben Hubschraubern.
In Griechenland herrscht weiterhin hohe Waldbrandgefahr. In den vergangenen Tagen hatte ein Großbrand nordwestlich von Athen mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschgebiet und landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Der Feuerwehr gelang es aufgrund heftigen Winds erst nach fünf Tagen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.