Sechs Rennen absolvierte Kimi Antonelli (Mercedes) in der bisherigen Saison auf dem obersten Platz am Podium – und damit mehr als alle anderen Fahrer zusammen (5).
Dementsprechend führt die Teenie-Sensation die Fahrerwertung mit 219 Punkten klar an, die ersten Verfolger sind Lewis Hamilton (169) im Ferrari und Kimis Teamkollege George Russell (160).
Ungefähr jedes zweite Rennen gewann bisher auch ein Konkurrent des Italieners, allerdings abwechselnd, weshalb sich noch kein echter Gegner um den WM-Titel herauskristallisierte.
Startet nächste Verstappen-Aufholjagd?
Nach fast einem Monat Pause, der letzte GP war am 26. Juli in Ungarn, geht es in Zandvoort am 22. (Sprint) und 23. August wieder los. Genug Zeit für alle Teams, um an den Boliden und der Taktik herumzutüfteln.
Vielleicht ist es auch die Zeit von Dauernörgler Max Verstappen in seinem Red Bull, um sein Schicksal endgültig umzukehren. Abgesehen von seinem Ausfall in Großbritannien erreichte der Niederländer dreimal am Stück das Podest.
In der abgelaufenen Saison war es ebenfalls das Heimrennen, mit dem der 28-Jährige seine beinahe erfolgreiche Aufholjagd (Vize-Weltmeister) in Gang setzte. In der zweiten Hälfte stand er in jedem einzelnen Rennen am Podest.
Antonellis Konstanz als größte WM-Waffe
Das Heimrennen wäre also der ideale Zeitpunkt für ein Statement. Sein letzter Sieg in der Niederlande datiert aber aus dem Jahr 2023, in den letzten zwei Ausgaben gewann jeweils McLaren: Zuerst Lando Norris, im letzten Jahr Oscar Piastri.
"Zuerst müssen wir mehr Gesamtperformance finden. Dann müssen wir unsere Probleme beheben", sagte Verstappen diese Woche und machte damit eher weniger Hoffnung.
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Das Problem für die Konkurrenz ist aber vor allem Antonellis Konstanz. In Barcelona schied er aus und in Silverstone wurde er 15., doch abseits dessen landete der 19-Jährige immer auf dem Podest. Nur ein Sieg (Spa) in den letzten fünf Rennen könnte dennoch Mut machen. Und mit zwölf Grand Prix sind auch noch einige WM-Punkte zu vergeben.