Innovativ

Formel 1 setzt auf NÖ-Betonwände

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Das niederösterreichische Unternehmen Deltabloc aus Wöllerrsdorf (Bez. Wiener Neustadt) entwickelt Betonleitwände für Autobahnen weltweit sowie Formel-1-Strecken in Madrid und Saudi-Arabien.
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In Österreich fertigt Schwesterfirma MABA, international setzt man auf Lizenzen.

Vertriebsleiter Patrick Schuch erklärt: "Es wäre nicht nachvollziehbar, hier Betonelemente zu fertigen und nach Australien zu liefern. Wir haben 25 Jahre Entwicklungsarbeit in unsere Leitwände investiert und nach diesen Vorgaben wird im jeweiligen Land produziert und streng von uns kontrolliert."

F1-Betrieb mit Innovationstrieb

Für den F1-Kurs in Madrid baute ein portugiesischer Betrieb 3.300 Elemente. Eine Hürde war dabei eine Steilkurve mit 24 Prozent Querneigung. Laut Schuch hatte das gegenüber ORF NÖ den Betrieb in der Installation des Systems ebenso vor Herausforderungen gestellt wie in der Verankerung - dabei müssten die Leitwände wie auf einer geraden Strecke funktionieren.

Betonschutzwände im Bereich der Kurve "La Monumental" in Madrid.

Beim nächsten F1-Auftrag in Saudi-Arabien gibt es laut Schuch mit "'The blade' in 70 Metern Höhe" erneut einen spektakulären Abschnitt. Die Formel 1 soll dabei Innovationen und Klimaschutz vorantreiben an: In Madrid kamen Prototypen mit 99 Prozent weniger CO2 zum Einsatz. Auch in der Alltagsproduktion spart MABA nachweislich massiv CO2 ein. Neu ist zudem die sogenannte TAM-Technologie: In die Betonwände integrierte Glasfaserkabel erfassen Fahrzeug-Vibrationen und wandeln sie in exakte Echtzeit-Verkehrsdaten um. Das macht herkömmliche Verkehrskameras künftig obsolet.