Wende in der Affäre rund um die Facebook-Seite des Salzburger FPÖ-Abgeordneten Sebastian Schwaighofer. Dem wird vorgeworfen, mehrere rassistische Postings gegen ORF-Moderator Stefan Lenglinger nicht gelöscht zu haben. Nach einer Anzeige von SPO Mitmensch hat die Staatsanwaltschaft Salzburg die Auslieferung Schwaighofers beantragt, um Ermittlungen wegen Beitragstäterschaft zur Verhetzung zu führen - oe24 berichtet das zuerst.
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Nun, am Sonntag dann die Wende: Lenglinger veröffentlichte ein Entschuldigungsschreiben Schwaighofers, das eine Reaktion auf ein Mail des ORF-Mannes an den FPÖ-Politiker ist. Die zwei wichtigsten Passagen: "Die gegen Sie gerichteten Äußerungen sind klar abzulehnen und ich dulde diese auch nicht. Leider habe ich selbst erst durch die angestrebte Auslieferung davon Kenntnis erlangt und die betreffenden Kommentare daraufhin umgehend gelöscht", behauptete Schwaighofer - und distanziert sich also von den Aussagen. Allerdings war der Salzburger von SOS-Mitmensch ausdrücklich zum Löschen der rassistischen Postings aufgefordert worden.
Zweite wichtige Aussage Schwaighofers: "Auch wenn mir weder die Verfasser noch die Kommentare bis zur Einleitung des Verfahrens bekannt waren, tut es mir leid, dass im Internet derart abzulehnende Äußerungen veröffentlicht wurden." Der Blaue bittet also bei dem ORF-Moderator um Entschuldigung.
Lenglinger dankt für die Entschuldigung
Der ORF-Mann reagierte versöhnlich und bedankt sich bei Schwaighofer. Aber: "Meines Wissens bleibt das Auslieferungsbegehren der Staatsanwaltschaft Salzburg aufrecht und das Parlament wird (wohl im September) entscheiden, ob die Immunität des Abgeordneten zum Zwecke der Ermittlungen aufgehoben wird."