Rassismus-Eklat

ORF-Star spricht über schockierende Erfahrungen aus seiner Kindheit

Ein Satz, der hängen bleibt – und ein Thema, das viele betrifft. Der bekannter TV-Moderator Stefan Lenglinger (33) spricht jetzt offen über Erlebnisse, die ihn bis heute prägen. 

Der bekannte ZiB-Moderator Stefan Lenglinger gewährt ungewöhnlich persönliche Einblicke. In dem Podcast "Mindgames" spricht er erstmals ausführlich über seine Erfahrungen mit Rassismus und wie früh diese begonnen haben. 

Der Journalist gehört heute zu den bekanntesten Gesichtern des ORF. Doch sein Weg dorthin war nicht immer einfach. 

„Ich merkte früh, dass ich anders bin“

Lenglinger, dessen Mutter aus Ghana stammt und dessen Vater aus Oberösterreich kommt, beschreibt seine Kindheit als prägend. Schon früh habe er gespürt, nicht dazuzugehören.

„Als ich jünger war, war das ein großes Thema. Ich merkte früh, dass ich anders bin, als der klassische Österreicher“, erzählt er. Besonders einschneidend waren Erlebnisse aus dem Kindergarten.

 

Beschimpfungen schon als Kind

Der Moderator erinnert sich an Situationen, die ihn bis heute begleiten: „Im Kindergarten-Alter hörst du das erste Mal Worte als Beschimpfungen, die du nicht verstehst, die ein blondes Kind allerdings nie genannt wird.“

Er beschreibt damit, wie früh Diskriminierung beginnen kann. Oft, ohne dass Kinder selbst verstehen, was passiert.

Familie als Rückhalt

Wichtig war für ihn vor allem der Rückhalt seiner Familie. Seine Mutter habe ihm immer wieder Mut gemacht und ihm ein klares Selbstbild vermittelt. Sie betonte immer wieder, dass er Teil dieser Gesellschaft sei. Diese Unterstützung habe ihm geholfen, mit den Erfahrungen umzugehen. 

Rassismus auch heute noch Thema

Doch die Probleme gehören für ihn nicht der Vergangenheit an. Auch heute bekommt der ORF-Moderator immer wieder rassistische Nachrichten von Zuschauern. „Manche reduzieren mich eben auf meine Hautfarbe“, sagt er offen.

Noch schwieriger findet er jedoch die Reaktionen mancher Menschen, wenn über Rassismus gesprochen wird. Immer wieder werde ihm entgegengebracht: „Sei doch froh darüber, wie gut du es hier hast“. Für ihn ist klar, dass solche Aussagen das Problem verharmlosen. Er fordert mehr Verständnis: „Das kann ich als Mann auch nicht verstehen. Aber man muss es ernst nehmen.“

Der Moderator macht damit deutlich: Rassismus ist kein Randthema, sondern eine Realität, über die gesprochen werden muss.

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