Die Fachtagung richtete am Montag einen kritischen Blick auf diskriminierende Strukturen in der Wiener Stadtverwaltung.
Im Rahmen der gestrigen Fachtagung "Wien gegen Rassismus" im Rathaus wurde der überarbeitete "Wiener Aktionsplan gegen Rassismus" präsentiert. Dabei tauschten sich Vertreter aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene über dessen praktische Umsetzung aus. Die vierte Fachtagung anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus richtete den Blick insbesondere auf Maßnahmen sowie bestehende Herausforderungen im Verantwortungsbereich der Stadt Wien.
"Rassismus existiert in unserer Gesellschaft und das lässt sich nicht kleinreden oder ignorieren. Er zeigt sich nicht nur im Verhalten Einzelner, sondern auch in Strukturen und Institutionen. Genau hier tragen wir als Stadt Verantwortung hinzuschauen und dort anzusetzen, wo Ungleichbehandlung entsteht. Der Wiener Aktionsplan gegen Rassismus ist dafür ein konkreter Schritt. Er bringt die Perspektiven von Betroffenen zusammen mit der Verantwortung von Politik und Verwaltung. Entscheidend ist, dass daraus spürbare Verbesserungen im Alltag werden. Genau daran arbeiten wir gemeinsam mit der Zivilgesellschaft", konstatierte Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling bei ihrer Eröffnungsrede.
Anti-Rassismus-Arbeit Bestandteil der Stadtpolitik
Die Wiener Integrations- und Diversitätspolitik baut auf einem klaren Bekenntnis für die Wertschätzung der Vielfalt der Wiener Bevölkerung auf, positioniert sich konsequent gegen jede Form von rassistischer Diskriminierung in der Stadt und leistet Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit.
Seit 2009 ist Wien auch Mitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) mit rund 200 Städten, die gemeinsam Strategien entwickeln, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig bei der Umsetzung menschenrechtsbasierter Aktionspläne unterstützen. Am 24. und 25. März 2026 richtet die Stadt Wien erstmalig eine Lenkungsausschusssitzung von ECCAR aus, zu der Expert*innen aus 31 europäischen Städten anreisen.