Politik-Insider

ORF-Wahl als politischer Nerven-Krimi

ORF-Managerin Zierhut liebäugelt mit Kandidatur und wirbelt auf.

Überraschungen. Rund 20 Personen sollen sich für den ORF-Top-Job bewerben wollen. Ernstzunehmende Kandidaten und Kandidatinnen gibt es aber nur vier: Der absolute Haupt-Favorit ist APA-CEO Clemens Pig. Der Tiroler hat – comme il faut – auch bereits um Auflösung seines Vertrages mit der APA angesucht.

Die überwiegende Mehrheit der ÖVP-Stiftungsräte, weite Teile der SPÖ und auch die ORF-Betriebsräte im ORF-Stiftungsrat könnten ihn bei der ORF-Generaldirektorenswahl am 11. Juni wählen. Insider schätzen seine Chancen in einem direkten Duell gegen den einstigen Puls-4-Boss Markus Breitenecker auf „mindestens 60 zu 40 Prozent“ ein. Aber: Breitenecker, daran zweifeln auch seine Kritiker nicht, werde eine „sehr professionelle Präsentation abliefern“. Der eine oder andere in der ÖVP, Neos und selbst einzelne in der SPÖ – etwa Leonard Dobusch - soll mit einer Stimme für ihn tendieren. Die Betriebsräte dürften hingegen dagegen sein.

Zwei qualifizierte Frauen wirbeln auf

ORF-Managerin Kathrin Zierhut könnte in letzter Sekunde ihre Kandidatur abgeben. Sie gilt als Personalreserve der FPÖ und als qualifiziert für den Job. Sollte sie antreten und unterliegen, könnte sie theoretisch klagen. Ähnliches gilt für ORF-Magazin-Chefin Lisa Totzauer, die ihre Kandidatur bereits bekanntgab. Sie gilt zwar als Bürgerliche, aber als „zu eigenständig“. Gewisse Außenseiterchancen habe sie aber, so Insider.

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